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Esca-Krankheit im Wein - Forschung nach Verursachern macht Fortschritte

27.06.2007
Die Esca-Krankheit an Weinreben macht Winzern das Leben schwer, bringt sie doch die Reben innerhalb kurzer Zeit zum Absterben. Den Ursachen der komplexen Erkrankung sind Wissenschaftler der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) in Bernkastel-Kues auf der Spur.

Mehrere pilzliche Erreger stehen im Verdacht, die Esca-Krankheit auszulösen. Um die schädigenden Pilze zu bestimmen, wird gesundes und krankes Holz von Weinreben an der Mosel untersucht. Bisher fanden die Forscher zwei verschiedene pilzliche Erreger der Weißfäule, einer davon wahrscheinlich aus südlicheren Lagen eingewandert und 2002 erstmals beschrieben.

Neben dem Mittelmeer-Feuerschwamm (Fomitiporia mediterranea) trat in Esca-kranken Weinreben noch Fomitiporia punctata auf. Dieser zweite Erreger war bisher nicht an Weinreben gefunden worden, sondern hauptsächlich in Gehölzen wie Holunder und Hasel. Offensichtlich sind diese beiden Pilzarten aber nicht Hauptverursacher der komplexen Esca-Krankheit, sondern Folgeerscheinungen.

Als Hauptverdächtiger gilt der Pilz Phaeomoniella chlamydospora, der in jungen und symptomfreien Rebstöcken gefunden wurde. Dort richtet er zunächst keinen Schaden an. Die schleichende Infektion scheint aber den Boden für die Weißfäuleerreger zu bereiten. Dazu kommt noch eine weitere Pilzart - Botryosphaeria obtusa. Ob diese Pilzart die Krankheit mit auslöst ist noch unklar, berichtet die BBA-Wissenschaftlerin Dr. Katja Schulze.

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Der Pilz scheint aber ein Schwächeerreger zu sein. Forschern ist dieser Pilz als Erreger der "Black dead arm"-Erkrankung bekannt, die in Frankreich an Rebstöcken auftritt. Auffällig, so die BBA in Bernkastel-Kues ist, dass an der Mosel inzwischen Pilzarten auftreten, die früher nur in südlichen Weinbaugebieten bekannt waren.

Mit molekularbiologischen Methoden versuchen die Wissenschaftler rasch zu ermitteln, welche Krankheitserreger an Esca beteiligt sind.

Renate Kessen | aid infodienst
Weitere Informationen:
http://www.aid.de

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