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Optimale Nährstoffversorgung der Milchkühe

15.11.2006
Alternative Methoden zur Bestimmung von Bedarf und Effizienz der Versorgung

Die Milchkühe optimal mit Nährstoffen zu versorgen, ist nicht nur aus Kostengründen, sondern auch im Hinblick auf eine mögliche Umweltbelastung angezeigt.

Das von Wiederkäuern im Pansen produzierte Mikroben-eiweiß stellt einen entscheidenden Teil der Nährstoffversorgung dar. Es ist allerdings schwierig, die Menge dieses Bakterienproteins genau zu bestimmen. An der Universität Kiel wurde im Rahmen einer Dissertation versucht, über die Bestimmung des Allantoingehaltes im Harn das Mikrobeneiweiß zu quantifizieren. Allantoin ist ein Abbauprodukt der Harnsäure, die wiederum beim Abbau von Purinbasen aus der Verdauung von Nukleinsäuren entsteht.

Die Ergebnisse erlaubten noch keine Ableitung des absolut gebildeten Mikrobenproteins, aber der Versuchsansatz könnte nach Verbesserung der Methode eine Alternative zu den bisherigen Schätzungsmethoden sein. Bei der "Allantoin-Methode" brauchen die Kühe nicht fistuliert zu werden, der Spielraum für die Rationsgestaltung unter Versuchsbedingungen ist größer und basiert nicht ausschließlich auf der chemischen Rationszusammensetzung.

Vorhersagen zur Energiedichte von Getreide-Ganzpflanzensilagen, abgeleitet allein aus der chemischen Zusammensetzung, lieferten beispielsweise unbefriedigende Ergebnisse, da sowohl die Getreideart als auch der Anbauort die Energiedichte beeinflussten, aber nicht ausreichend zu berücksichtigen waren.

Zur Frage des Bedarfs an Nährstoffen gab die vorliegende Studie Hinweise auf einen spezifischen Methylgruppenbedarf (-CH3-Gruppe), der einen erhöhten Bedarf an der essentiellen Aminosäure Methionin sowie anderen Methyldonatoren zu Laktationsbeginn anzudeuten scheint.

Frühere Ergebnisse hatten in diesem Zusammenhang die Wirksamkeit einer Supplementierung mit pansengeschütztem Cholin zu Beginn der Laktation gezeigt.

Dr. Sigrid Baars | aid infodienst
Weitere Informationen:
http://www.aid.de

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