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Grenzüberschreitendes Qualitätsmanagement in der Fleischwirtschaft - GIQS - Deutsch-Niederländisches Projekt erfolgreich

08.02.2006
Internationalisierung ist für die Agrar- und Ernährungswirtschaft eine große Herausforderung. Unternehmensgrenzen, Produktionsstufen sowie Landesgrenzen stellen Hürden für Transparenz, Qualitätsverbesserung und Prozessoptimierung dar.

Qualitätsmanagement (QM) soll Arbeitsabläufe und Produktionsprozesse optimieren. QM in der Fleischwirtschaft umfasst sowohl landwirtschaftliche Betriebe und Schlachthöfe als auch verarbeitende Unternehmen und den Handel.

Prof. Brigitte Petersen von der Universität Bonn stellte im agrarökonomischen Kolloquium der Universität Göttingen deutsch-niederländische Gemeinschaftsprojekte der Kooperationsplattform "Grenzüberschreitende Integrierte Qualitätssicherung" GIQS e. V. vor. GIQS sieht seine Aufgabe darin, Partner in Wertschöpfungsketten und Netzwerken in der Agrar- und Ernährungswirtschaft bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung von gemeinschaftlichen Forschungs- und Entwicklungsprojekten zu unterstützen und die Ergebnisse für unterschiedliche Zielgruppen aufzubereiten. Die auf Basis einer Public Private Partnership (PPP) arbeitenden Projekte wurden im Jahr 2001 von den Universitäten Bonn und Wageningen ins Leben gerufen.

Petersen stellte die Ergebnisse des Ende 2005 abgeschlossenen grenzüberschreitenden Forschungs- und Entwicklungsprojektes zur Erarbeitung von Werkzeugen für das überbetriebliche Qualitätsmanagement in Wertschöpfungsketten der Fleischwirtschaft vor. Grundlage dafür war die DIN EN ISO 9000 mit den Elementen Identifikation und Rückverfolgbarkeit, Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen sowie HACCP, Lieferantenbeurteilung und -auswahl sowie ein einheitliches Dokumenten- und Audit-Management. Greifbares Ergebnis sind neun von deutschen und niederländischen Experten gemeinsam entwickelte Werkzeuge. Sie unterstützen unterschiedliche Nutzergruppen im Qualitäts- und Gesundheitsmanagement und helfen die Qualität von Produkten und Prozessen gezielter zu planen und zu kontrollieren. Darunter befinden sich Lösungen für die Umsetzung der im EU-Recht geforderten Kommunikation zur Lebensmittelkette zwischen einzelnen Produktionsstufen sowie zur Modernisierung der Schlachttier- und Fleischuntersuchung.

Durch das Projekt seien dauerhafte Partnerschaften und neue Netzwerke entstanden. GIQS habe sich als feste Institution in der Verbundforschung in der Agrar- und Ernährungswirtschaft etabliert und bringe sich kontinuierlich in weitere europaweite Projektinitiativen ein, so Petersen.

Ein ausführlicher Bericht über GIQS ist in der aid-Fachzeitschrift B&B Agrar 4/2004 erschienen. Anfragen an bub@aid.de

Dr. Ute Zöllner | aid-PresseInfo
Weitere Informationen:
http://giqs.org/wissen
http://www.aid.de

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