Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

NABU kritisiert Haltung des Bauernverbandes zu Agrarreformen

11.10.2001

Der Naturschutzbund NABU hat die jüngsten Äußerungen von Bauernverbandspräsident Sonnleitner zur Agrarpolitik von Verbraucherschutzministerin Renate Künast als substanzlose Kraftmeierei bezeichnet. "Während weit über 80 % der Bevölkerung grundlegende Reformen der Landwirtschaft wünschen, beharrt Sonnleitner auf einer Fortsetzung der gescheiterten Politik", sagte NABU-Präsident Jochen Flasbarth. Ein Berufsstand, der rund 50 % seiner Einkommen direkt und indirekt aus Steuergeldern beziehe, könne sich eine solche Haltung nicht leisten, sondern sei vielmehr auf gesellschaftliche Akzeptanz angewiesen. Es könne nicht um eine Weiterentwicklung der verfahrenen Agrarpolitik gehen, in zentralen Bereichen müsste eine Umkehr erfolgen. Der DBV solle sich daher endlich klar zu einer Reform der Agrarpolitik bekennen.

Während Ministerin Künast in den letzten Monaten mit mutigen und wegweisenden Vorschlägen versucht habe, die Agrarpolitik zu reformieren und den Landwirten damit eine Zukunftsperspektive zu eröffnen, verschanzten sich Landwirtschaftsfunktionäre und Agrarlobbyisten weiter hinter ihren alten Positionen. "Fast jede positive Reform der Agrarpolitik der letzten Monaten wird als Existenzgefährdung der deutschen Landwirtschaft beklagt", kritisierte Flasbarth. Die Umschichtungen von Fördermitteln zu Gunsten von umwelt- und artgerechter Tierhaltung würden genauso abgelehnt wie die Förderung des ländlichen Raums anstelle von Direktzahlungen. Die dringend erforderlichen Verbesserungen in der Tierhaltung -- etwa bei Legehennen oder Schweinen -- würden vom Bauernverband (DBV) kategorisch bekämpft, so der NABU. Selbst eine Stärkung des ökologischen Landbaus würde als unrealistisch und wenig zukunftsfähig bezeichnet.

... mehr zu:
»Agrarpolitik »DBV »Künast »Landwirt

Nach Auffassung des NABU vertreten die Funktionäre des DBV daher nicht die Interessen der Mehrheit der deutschen Landwirte, sondern einseitig die der landwirtschaftlichen Großbetriebe. Zahlreiche Funktionäre säßen zudem in Aufsichtsräten und Gremien des Handels und der verarbeitenden Industrie, die andere Interessen hätten als die Landwirte. Deren Interessen seien auf der heutigen Pressekonferenz des DBV vertreten worden -- nicht die der Mehrheit der Landwirte.

ots Originaltext: NABU Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Für Rückfragen:

Volkhard Wille,
NABU-Agrarreferent,
Tel.: 0228-4036-167 oder 0177-2750990


| ots
Weitere Informationen:
http://www.NABU.de

Weitere Berichte zu: Agrarpolitik DBV Künast Landwirt

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht Klimawandel – die Tanne sticht Fichte und Buche aus
10.08.2017 | Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL

nachricht Feuerbrand bekämpfen und Salmonellen nachweisen
14.06.2017 | Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH Zürich)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie