Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Integration des automatische Melkprozesses

13.04.2005


Es wurde die Integration von Wissens- und Entwicklungslösungen in Bezug auf die Auswirkungen untersucht, die technologische Innovationen automatischer Melksysteme auf Milchbauernhöfe in den EU-Mitgliedsstaaten haben.



Die gesundheitliche Verfassung von Kühen in Reaktion auf das Automatische Melksystem (AMS) war einer der wichtigen Aspekte, die untersucht wurden. Diese Untersuchung erstreckte sich auf drei Länder (Dänemark, die Niederlande und Großbritannien) und fünfzehn Kuhherden aus jedem dieser Länder.



Bevor AMS installiert wurde, wurde jeder Bauernhof mindestens zweimal und nach der Installation bis zu sechsmal besucht, um zu einer möglichst genauen Beurteilung zu gelangen. Die Beurteilungen beliefen sich auf Körper- und Euterverfassung sowie auf die Fortbewegungsfähigkeit. Es wurden Daten zur Milchproduktion, zur Milchqualität, zu den Tierbeständen, zur Anzahl der Zellen, zur Fruchtbarkeit etc. gesammelt. Darüber hinaus wurden Daten zu möglichen Infektionen, Krankheiten und Verfassungen aufgezeichnet, die die Milchqualität und -produktion beeinflussen könnten.

Als Ergebnis des Ganzen kam man zu zahlreichen bedeutenden Erkenntnissen. Die körperliche Verfassung änderte sich nicht wesentlich in Reaktion auf die Einführung von AMS, vielmehr variierte sie zwischen den einzelnen Ländern selbst. In Hinblick auf das Körpergewicht wurden insbesondere in Großbritannien fette Kühe fetter und dünne Kühe dünner, dies könnte aber auch auf ein mangelndes angemessenes Fütterungsmanagement zurückzuführen sein.

Drei Monate nach der Installation von AMS wurden keine bedeutenden Veränderungen in der Fortbewegungsfähigkeit beobachtet, und am Ende verbesserte sich die Fortbewegungsfähigkeit bei fünf Herden, verschlechterte sich aber auch bei fünf Herden. Darüber hinaus wurden auch nur geringe Veränderungen in Bezug auf die Fruchtbarkeit der Kühe festgestellt. Der einzige wesentliche Nachteil, der angebracht werden muss, lag in der durchschnittlichen Anzahl der Milchzellen, da nur zwei Herden eine qualitativ hochwertigere Milch produzierten.

Aus den verfügbaren Daten gehen keine erheblichen Probleme hinsichtlich der Umstellung von konventionellen Melkverfahren auf AMS hervor. Die Länge der Übergangsphase wird das vorrangige Thema bei zukünftigen Tests zum Erfolg von AMS sein. Wenn alles läuft wie geplant, wird die Implementierung von AMS eine stufenlose Einführung des automatischen Melkprozesses mit positiven Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Bedingungen, das Wohlbefinden der Kühe und die Milchqualität zur Folge haben. Darüber hinaus wird AMS zur Akzeptanz und zur Zustimmung durch die EU und die natioanle Gesetzgebung führen.

Dr. eric Hillerton | ctm
Weitere Informationen:
http://www.iah.bbsrc.ac.uk/

Weitere Berichte zu: AMS Fortbewegungsfähigkeit Herden Kühe Melkprozesses Milchqualität

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Agrar- Forstwissenschaften:

nachricht „Antilopen-Parfüm“ hält Fliegen von Kühen fern
20.10.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Agritechnica: Silber für neue Technologie zur Blütenausdünnung im Obstbau
16.10.2017 | Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Agrar- Forstwissenschaften >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Salmonellen als Medikament gegen Tumore

HZI-Forscher entwickeln Bakterienstamm, der in der Krebstherapie eingesetzt werden kann

Salmonellen sind gefährliche Krankheitserreger, die über verdorbene Lebensmittel in den Körper gelangen und schwere Infektionen verursachen können. Jedoch ist...

Im Focus: Salmonella as a tumour medication

HZI researchers developed a bacterial strain that can be used in cancer therapy

Salmonellae are dangerous pathogens that enter the body via contaminated food and can cause severe infections. But these bacteria are also known to target...

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Konferenz IT-Security Community Xchange (IT-SECX) am 10. November 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Magma sucht sich nach Flankenkollaps neue Wege

23.10.2017 | Geowissenschaften

Neues Sensorsystem sorgt für sichere Ernte

23.10.2017 | Informationstechnologie

Salmonellen als Medikament gegen Tumore

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie