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Forschungsvorhaben P 589 Klassifizierung stahlwasserbautypischer Kerbdetails

13.07.2007
An geschweißten Stahlwasserbaukonstruktionen wie Schleusentore, Längskanal- oder Sparbeckenverschlüsse wurde in der Vergangenheit der Einfluss der Ermüdungsbeanspruchungen in der Bemessung im Stahlwasserbau unterschätzt.

Durch die Einführung der neuen Stahlwasserbaunorm DIN 19704, die in ihrer Nachweisform auf DIN 18800 und DIN EN 1993 beruht, nimmt auch der Teil 1.9 des Eurocode 3 "Ermüdungsbeanspruchung" eine besondere Stellung ein.

In diesem Regelwerk werden für den Stahlwasserbau relevante Details behandelt. An stahlwasserbaulichen Verschlussbauwerken können jedoch Konstruktionsformen und Kerbfälle auftreten, die mit den zur Verfügung stehenden Regelwerken nicht ausreichend bemessen werden können.

Aufgrund dieser Tatsache wurde das vorliegende Forschungsvorhaben P 589 durchgeführt. Zwei für Verschlussbauwerke typische Kerbfälle wurden hierin sowohl theoretisch mit Hilfe der Methode der Finiten Elemente Methode als auch experimentell untersucht. Die Kerbdetails wurden im Vorfeld zusammen mit der Bundesanstalt für Wasserbau, Karlsruhe (BAW) festgelegt um die Anwendungsorientierung des Versuchprogramms sicher zu stellen.

Im vorliegenden Forschungsvorhaben wurden Wöhlerlinien aufgestellt und ein Vorschlag zur Klassifizierung der untersuchten Details entsprechend dem Kerbklassenkonzept der DIN EN1993-1-9 vorgenommen. Weiterhin wurden die Versuchsergebnisse auf andere Abmessungsverhältnisse durch Einsatz von FEM Parameterstudien übertragen. Zusätzlich wurde das SCF-Konzept für die praktische Anwendung im Stahlwasserbau beurteilt.

Die Anregung zu diesem Forschungsvorhaben erfolgte durch die Bundesanstalt für
Wasserbau, Karlsruhe. Die Probekörper wurden von Geiger International GmbH & Co. KG, Karlsruhe und der DSD Noell GmbH, Würzburg zur Verfügung gestellt.

Gregor Nüsse | idw
Weitere Informationen:
http://www.stahlforschung.de

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