Die Zukunft tickt digital: Erste Lernfabrik 4.0 in Hessen gestartet

Mit einer Spende von Prof. Dr. Friedhelm Loh (Mitte) konnte die CP Factory, eine universelle Industrie 4.0-Lernfabrik, für die Gewerblichen Schulen in Dillenburg angeschafft werden. Quelle Rittal GmbH & Co. KG

Als erste Schule in Hessen haben die Gewerblichen Schulen Dillenburg (GSD) eine sogenannte CP Factory, eine universelle Industrie 4.0- Lernfabrik, in Betrieb genommen. Künftig lernen Auszubildende hier Industrie 4.0 direkt an der Maschine.

Mit der Spende von Prof. Dr. Friedhelm Loh konnte die Anlage für den Neubau der Berufsschule angeschafft werden. Damit unterstützt der Unternehmer nicht nur den technischen Nachwuchs, sondern auch den Wirtschaftsstandort Mittelhessen. Denn die Zukunft tickt digital.

Tablet statt Knöpfchen: Den Startschuss für die brandneue Smart Factory in den Gewerblichen Schulen Dillenburg gaben Prof. Dr. Friedhelm Loh und Wolfgang Schuster, Landrat des Lahn-Dill-Kreises, ganz zeitgemäß per Touchscreen. Und es dauerte keine Sekunde, da waren ihre „Aufträge“ an die Lernfabrik 4.0 übermittelt.

Ab diesem Zeitpunkt gilt es die Maschine zu überwachen und zu steuern – durch den gesamten Prozess bis das Produkt fertiggestellt ist. Ein typischer Vorgang in der Welt der Industrie 4.0 und jetzt auch an der Berufsschule.

Dillenburg als 4.0-Kompetenzzentrum

Mit der sogenannten Lernfabrik 4.0 werden künftig die Fachkräfte für Industrie 4.0 in der Berufsschule ausgebildet. Das sei nicht nur eine Investition in die Zukunft der Unternehmen und der Region, sondern auch für die Menschen, so Prof. Friedhelm Loh bei der feierlichen Inbetriebnahme: „Die Kombination aus Praxis und Lehre ist die Grundlage für eine Zukunft von Industrie und Handwerk.“

Die neue Anlage in Dillenburg ist die erste in Hessen. Sie simuliert die reale Welt der Produktion. Auszubildende und Studierende können somit an den Gewerblichen Schulen Dillenburg praxisnah an der Maschine arbeiten und echte Projekt realisieren – ein Schlüsselbaustein in der zukünftigen Ausrichtung der Schule als regionales Kompetenzzentrum für die Industrie 4.0.

Kein Arbeitsplatz ohne Bildschirm

Insbesondere vor dem Hintergrund des internationalen Wettbewerbs sollen Smart Factories zukünftig an deutschen Berufsschulen eine wichtige Säule guter Bildung sein, so Prof. Loh: „Neue Technologien,  Lernmethoden und Möglichkeiten zum Üben und Lernen gehören dazu.“

Entscheidend sei aber weiterhin der Lehrkörper: „Die Qualifikationen müssen permanent steigen. Die Lehrer sind an erster Stelle herausgefordert, das zu lernen, was sie ihren Schülern weitergeben.“

Dabei sei das Thema nicht gerade einfach – die zunehmende Vernetzung von Prozessen, Maschinen und Menschen fordere von Facharbeitern enorme Kompetenzen: „Kein Arbeitsplatz in einem neuen Unternehmen wird nicht mit einem Bildschirm konfrontiert. Die Vernetzung und Digitalisierung besteht nicht aus statischen Techniken, die man erlernt und beherrscht. Vielmehr geht es um eine lebende, stetig sich verändernde und herausfordernde Technologie.“ Darauf müsse man sich einstellen und umstellen.

Schule und Industrie Hand in Hand

Deutschland habe dafür die besten Voraussetzungen, die andere Länder schon lange beneideten: „Deutschland ist das einzige Land, das Theorie und Praxis bereits heute in Ausbildung und Studium eng verzahnt. Bildungssystem und Industrie müssen trotzdem noch weiter zusammenwachsen. Auf unser Bildungssystem können wir stolz sein, wir müssen es aber auch nutzen – und immer besser machen. Ohne gute zukunftsorientierte Ausbildung gibt es keine erfolgreiche Industrie und kein erfolgreiches Handwerk.“

Friedhelm Loh Group

Die weltweit tätige Friedhelm Loh Group (FLG) erfindet, entwickelt und produziert maßgeschneiderte Produkte und Systemlösungen für Industrie, Wirtschaft und Handel. Die Unternehmen der Friedhelm Loh Group gehören zu den Topadressen in ihren jeweiligen Branchen – als Erfinder und kompetente Produzenten. Sie reichen vom weltweit führenden Systemanbieter für Schaltschränke, Stromverteilung, Klimatisierung und IT-Infrastruktur (Rittal) über Europas Nummer 1 bei Softwarelösungen für den Maschinen- und sowie die Industrie Anlagenbau (Eplan, Cideon) bis hin zur durchgängigen Fertigungskompetenz mit den modernen Materialien Stahl, Aluminium und Kunststoff (Stahlo, LKH).

Das Familienunternehmen ist mit 18 Produktionsstätten und 80 internationalen Tochtergesellschaften weltweit präsent. Die inhabergeführte Friedhelm Loh Group beschäftigt 11.500 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2017 einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro. Zum zehnten Mal in Folge wurde die Unternehmensgruppe 2018 als Top-Arbeitgeber Deutschland ausgezeichnet. In einer Studie stellten die Zeitschrift Focus Money und die Stiftung Deutschland Test fest, dass die Friedhelm Loh Group 2018 zum dritten Mal in Folge zu den bundesweit besten Ausbildungsbetrieben gehört.

Weitere Informationen unter www.friedhelm-loh-group.com

Unternehmenskommunikation

Regina Wiechens-Schwake
Tel.: 02772/505-2527
E-Mail: wiechens-schwake.r@rittal.de

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