Co-Branding für Unternehmen – so wird die Marke gestärkt

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Marken haben einen festen Bestandteil im Leben von Verbrauchern, doch durch immer mehr Marken steigt die Schwierigkeit, sich von anderen abzusetzen und für Individualität zu sorgen. Durch Co-Branding werden neue Synergien geschaffen, die für verschiedene Zielgruppen interessant wirken können. Beim Aufbau einer komplexen Marketingstrategie kann es für große Marken daher durchaus sinnvoll sein, über eine Kooperation nachzudenken und damit auch das Risiko zu teilen.

Was ist Co-Branding und für wen ist es interessant

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Wenn verschiedene große Unternehmen miteinander kooperieren, um durch ihren Markennamen die Verbreitung eines gemeinsamen Angebots voranzutreiben, wird dies als Co-Branding bezeichnet. Beide Unternehmen haben das Ziel, die Reichweite zu erhöhen, den Umsatz zu steigern und das Image auf dem Markt zu festigen.

Geeignet ist diese Marketing-Strategie, die mit hochwertigen Broschüren, Werbespots und vielen anderen Maßnahmen umgesetzt werden kann, vor allem für namhafte Unternehmen, deren Markenname bereits im Zentrum des Fokus angekommen ist. Die größten Vorteile beim Co-Branding sind:

  • Es können neue Zielgruppen angesprochen werden
  • Das Markenimage wird gestärkt
  • Die Markenbekanntheit erweitert sich
  • Das Image einer Marke wird auf das beteiligte Unternehmen übertragen
  • Der Umsatz erhöht sich

Verschiedene Arten des Co-Brandings je nach Branche

Wenn Bakterien und Insekten zusammenspielen, ist es ein Co-Branding, was evolutionstechnisch für Furore sorgt. Wenn hingegen ein bekannter Frischkäse-Hersteller mit einem bekannten Schokolade-Hersteller fusioniert, landet in den Kühlregalen ein Brotaufstrich, der gleich zwei Konsumentengruppen anspricht. Milka-Philadelphia ist eine Paradebeispiel für ein Co-Branding, was sich längst in den Köpfen etabliert hat und genutzt wird. Es handelt sich hierbei um ein sogenanntes Ingredient-Co-Branding, wenn ein Unternehmen zur Herstellung eines Produkts die Zutaten eines anderen Unternehmens verwendet.

Das muss allerdings nicht nur die Lebensmittelbranche betreffen, denn auch der Computerhersteller Dell benutzt für die Herstellung seiner Computer Chips der Marke Intel. Häufig findet sich Ingredient-Co-Branding jedoch tatsächlich bei Lebensmittelunternehmen oder bei Marken, die für Lebensmittel stehen. So hat das beliebteste Fast-Food-Unternehmen in Deutschland, McDonalds, gleich mehrere Co-Brandings aktiv. Die Softeis-Becher des Riesen gibt es mit Inhalten verschiedener Schokoladenhersteller.

Composite-Co-Branding – die andere Form der Marketingstrategie

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Das Composite-Co-Branding findet ebenfalls zwischen zwei Unternehmen statt, allerdings kreieren diese beiden zusammen eine neue Dienstleistung oder ein Produkt, welches auf die bereits vorhandenen Angebote aufbaut. Nur durch die Kooperation ist die Erschaffung des Angebots möglich. Bekannt ist diese Art des Co-Brandings vor allem in der Modebranche, wenn gewisse Modeeinzelhändler gemeinsam mit Modedesigner Kollektionen entwerfen und auf den Markt bringen. Oft sind diese Kollektionen dann nur exklusiv bei einem Einzelhändler erhältlich, was den Fokus darauf lenkt.

Co-Branding für Influencer und kleine Unternehmen

Im Dienstleistungssektor sind auch das Influencer-Marketing und Kooperationen mit Kleinstunternehmen eine Art von Co-Branding. Bekannte (oder weniger bekannte) Persönlichkeiten arbeiten mit Marken zusammen, promoten sie, nutzen sie zur Gestaltung des Kanals. Auf diese Weise wird zum einen das Vertrauen in die kleinere Marke oder den Influencer gesteigert, denn eine namhafte Marke geht eine Kooperation ein und zum anderen wird die Botschaft des Unternehmens verbreitet.

Die Vor- und Nachteile von Co-Branding für Unternehmen

Grundsätzlich gibt es einige Vorteile für namhafte Unternehmen, die Co-Branding für sich nutzen. Voraussetzung ist, dass ein verlässlicher Partner für gemeinsame Projekte gefunden wird. Zu den sich ergebenden Vorteilen zählen dann:

  • Weniger Kosten, aufgrund von geteilten Synergien und Ressourcen.
  • Mehr Reichweite aufgrund der gemeinsamen Zielgruppe.
  • Risikoaufteilung zwischen beiden Anbietern.
  • Größerer Werbeetat durch gemeinsames Investieren.
  • Höhere Verkaufszahlen durch Neugier der Verbraucher.

Co-Branding kann aber auch Nachteile mit sich bringen, die die Marketingabteilungen beider Unternehmen zuvor analysieren und nach Möglichkeit umgehen sollten:

  • Der Aufwand für die Koordinierung beider Unternehmen ist hoch.
  • Negative Kritik oder ein schlechtes Image überträgt sich.
  • Die Marke verwässert, wird nicht mehr als Einzelmarke wahrgenommen.
  • Misserfolge schaden gleich beiden Unternehmen.

Das höchste Risiko bestellt allerdings darin, dass die Unternehmen schlussendlich nicht miteinander harmonieren, auch wenn es zunächst vermutet wurde. In diesem Fall kann das Co-Branding zum Fiasko werden. Die Partnerwahl ist daher wichtig und sollte selektiv und mit Bedacht umgesetzt werden. Bei Beachtung aller möglichen Fallstricke kann das Co-Branding ein wertvoller Werbeeffekt sein.

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