KPMG wächst in Deutschland um rund 9 Prozent

Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG hat in Deutschland im Geschäftsjahr 2007 (1. Oktober 2006 bis 30. September 2007) einen Umsatz von rund 1,2 Mrd. Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Wachstum von 8,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

KPMG-Vorstandssprecher Prof. Dr. Rolf Nonnenmacher: „Die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung in 2006/2007 hat sich belebend auf die Nachfrage nach unseren Dienstleistungen ausgewirkt. Dies gilt insbesondere für die Beratung im Rahmen von Unternehmenstransaktionen einschließlich Post-Merger-Services, für Aufträge im Bereich Prozessoptimierungen sowie zu steuerlichen Spezialthemen.“

Entwicklung nach Geschäftsbereichen

Im Geschäftsbereich Audit (Wirtschaftsprüfung) hat KPMG eine Umsatzsteigerung um 4,7 Prozent auf 568 Mio. Euro erzielt. Es ist gelungen, die herausragende Marktstellung in diesem Bereich zu festigen, nicht zuletzt durch den Gewinn neuer Mandate. Dazu zählen zum Beispiel die HSH Nordbank AG, das Edelmetall- und Technologieunternehmen Heraeus, die Messe Berlin, die Berlinwasser-Gruppe, der TÜV Süd, die ALBA AG, die Symrise AG und der FC Schalke 04. Zurückgewonnen hat KPMG im Geschäftsjahr 2007 das Prüfungsmandat für die Premiere AG. Ein Beispiel aus dem öffentlichen Sektor ist die Europäische Patentorganisation (EPO), die KPMG auch für die nächsten Jahre als Abschlussprüfer bestätigt hat. Die zwischenstaatliche Einrichtung hat derzeit 34 Mitgliedsstaaten; ausführendes Organ ist das Europäische Patentamt (EPA) in München.

Der Geschäftsbereich Tax (Steuerberatung) konnte seinen Umsatz um 8,5 Prozent auf 272 Mio. Euro steigern. Besondere Impulse für das Beratungsgeschäft setzte die Unternehmensteuerreform 2008, wobei eine noch deutlichere Auswirkung im laufenden Geschäftsjahr erwartet wird. Weitere Wachstumsfaktoren waren die konsequente Bearbeitung steuerlicher Spezialthemen und erste Erfolge aus der engeren Zusammenarbeit mit KPMG Großbritannien im Vorfeld des Zusammenschlusses zur KPMG Europe LLP. Sämtliche Service Lines erzielten gute Ergebnisse, allen voran Mergers & Acquisitions Tax, Indirect Tax Services und Financial Services Tax.

Der Geschäftsbereich Advisory (prozess- und transaktionsorientierte Beratung) konnte mit einem Umsatzwachstum von 15,6 Prozent auf 375 Mio. Euro die positive Entwicklung des Vorjahres noch übertreffen. Wesentlicher Treiber des Umsatzzuwachses war die weiterhin hohe Nachfrage nach Beratungsleistungen bei Unternehmensübernahmen. Vor dem Hintergrund der US-Hypothekenkrise und den damit verbundenen Problemen auf den globalen Kreditmärkten hat das Transaktionsgeschäft jedoch im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2007 an Dynamik verloren. Hingegen setzte sich das Tempo bei strategisch getriebenen Unternehmenstransaktionen beinahe unverändert fort. Die prozessorientierte Beratung konnte durch den unverändert starken Fokus auf die Optimierung von kosteneffizienten Geschäftsprozessen und Risikomanagementsystemen ausgeweitet werden.

1.650 neue Mitarbeiter eingestellt

Zum Bilanzstichtag 30. September 2007 waren 7.854 Mitarbeiter in Deutschland beschäftigt. Rolf Nonnenmacher: „Das selbst gesteckte Ziel, 1.350 neue Mitarbeiter einzustellen, hat KPMG deutlich übertroffen: Im Geschäftsjahr 2007 gab es in Deutschland mehr als 1.650 Neueinstellungen (davon rund 1.430 fachliche Mitarbeiter). Netto wurde die Personalstärke um 640 Mitarbeiter erhöht.“ In einer Umfrage unter Wirtschaftswissenschaftlern hat KPMG den Sprung auf Platz 4 der beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland geschafft. Bei den Jahrgangsbesten belegt KPMG sogar Platz 1 in der Branche.

Wichtiger Bestandteil bei der Umsetzung der „Employer of Choice“-Strategie von KPMG ist es, den Mitarbeitern Arbeitsplätze zu bieten, die auf ihre individuellen Bedürfnisse Rücksicht nehmen. Deshalb gibt es eine Vielzahl von flexiblen Arbeitszeitmodellen, Examensfreistellungen und Betreuungsmöglichkeiten. Im Jahr 2007 hat KPMG den ersten Zwischenbericht im Rahmen des vom Bundesfamilienministerium durchgeführten Zertifizierungsverfahrens „berufundfamilie“ vorgelegt. Zudem ist KPMG der von der Bundesregierung unterstützten Initiative „Charta der Vielfalt“ beigetreten und hat sich damit verpflichtet, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist und den vielfältigen Fähigkeiten und Talenten aller Mitarbeiter gerecht wird.

Angesichts der dynamischen Veränderungen am Markt legt KPMG großen Wert darauf, die Qualifikationen der Mitarbeiter permanent weiterzuentwickeln. Rolf Nonnenmacher: „Allein im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir 62 Millionen Euro in die Aus- und Fortbildung investiert – das entspricht einem Anstieg um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr.“ KPMG fördert den Erwerb internationaler Erfahrung und den Transfer von Know-how auch dadurch, dass zurzeit rund 280 deutsche Mitarbeiter in 30 verschiedene Länder entsandt sind.

KPMG Europe LLP am 1. Oktober 2007 gestartet

Mit Beginn des neuen Geschäftsjahres am 1. Oktober 2007 ist die KPMG Europe LLP gestartet. Ihr gehört neben den Gründungsgesellschaften KPMG Deutschland und KPMG Großbritannien auch die Schweizer Gesellschaft an. Die KPMG Europe LLP ist mit rund 20.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von nahezu 4 Mrd. Euro das größte und leistungsfähigste integrierte Wirtschafts- und Beratungsunternehmen Europas. Die KPMG Europe LLP ist als Konzernobergesellschaft in London registriert, Hauptsitz ist Frankfurt am Main.

Rolf Nonnenmacher: „Durch die Bündelung unseres Know-hows stellen wir unsere Aktivitäten auf eine wesentlich breitere Basis, verbessern die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und steigern unsere Effizienz. Diese Vorteile kommen unseren Mandanten gleichermaßen zugute, insbesondere auch dem in hohem Maße weltweit tätigen Mittelstand.“

Ausblick

Die führenden Forschungsinstitute sehen für 2008 eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums. Hinzu kommt die Krise auf den globalen Finanzmärkten. Nonnenmacher: „Vor diesem Hintergrund wird 2008 kein einfaches Jahr. Wir begegnen dieser Herausforderung mit einer konsequenten Qualitäts- und Innovationsstrategie und einer noch stärkeren Branchenfokussierung.“

Neben dem ohnehin starken Wettbewerbsdruck auf dem gesamten Prüfungsmarkt ist die Situation durch die derzeit bei Banken und Versicherungen zu beobachtenden Konzentrationsbestrebungen geprägt, die zu einer Verringerung der prüfungspflichtigen Unternehmen in diesem Segment geführt haben. KPMG setzt auf Mandatsgewinne, die sich aus den Vorteilen einer integrierten europäischen Organisation ergeben. So hat beim Gewinn der HSH Nordbank AG, einer der größten Banken Nordeuropas, vor allem das europäisch besetzte Prüfungsteam überzeugt. In der steuerlichen Beratung werden weiterhin positive Impulse aus der Steuerreform 2008 in Deutschland und der Fokussierung auf komplexe steuerliche Spezialthemen erwartet. Im Bereich Advisory haben sich bereits im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2007 die Schwierigkeiten auf dem Kapitalmarkt erstmals auf das Volumen der Transaktionen und das damit verbundene Beratungsgeschäft ausgewirkt. Andererseits besteht bei vielen Unternehmen infolge der Subprime-Krise erhöhter Beratungsbedarf, beispielsweise im Bereich Risikoüberwachungssysteme, innovative Finanzierungsformen und Cash Management.

Rolf Nonnenmacher: „Durch die Fusion zur KPMG Europe LLP erwarten wir deutliche Innovationsimpulse und sind zuversichtlich, auch dank der geschäftsbereichsübergreifenden Weiterentwicklung von kundenspezifischen Dienstleistungsangeboten unsere Marktstellung sichern und ausbauen zu können. Durch die KPMG Europe LLP sind wir ein noch attraktiverer Arbeitgeber für die besten Talente geworden, denn den Mitarbeitern eröffnen sich in den immer stärker international besetzten Teams reizvolle neue Karriereperspektiven.“ Im laufenden Geschäftsjahr 2008 hat die KPMG Europe LLP rund 2.400 neue Mitarbeiter eingestellt, davon bei KPMG in Deutschland rund 1.100 neue Mitarbeiter.

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