Innovationsbericht der EnBW 2005 „Energiezukunft“

02. Dezember 2005

Die Energiewirtschaft und -technik stehen vor einem Wandel. Steigerung der Energieeffizienz, Verbesserung der Energieerzeugung, Reduktion der Treibhausgasemissionen und Schonung der Rohstoffe lauten die aktuellen Herausforderungen. Die Umgestaltung der Energiewirtschaft steht im Mittelpunkt des Innovationsberichtes der EnBW 2005 mit dem Titel „Energiezukunft“. Auf über 100 Seiten beschäftigt sich die EnBW mit dem optimalen Energiemix und den dazu notwendigen Veränderungen im ökonomischen, ökologischen und sozialen Bereich. Als eines der innovativsten Unternehmen der Energiewirtschaft gehört EnBW zu den Wegbereitern der Branche, initiiert Pilotprojekte und beteiligt sich an zukunftweisenden Forschungsvorhaben.

Der Innovationsbericht leistet einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Diskussion und stellt die interessantesten Forschungsprojekte und neue Lösungsansätze der EnBW vor. Dadurch vermittelt er einen Eindruck von der Komplexität der Aufgabe, ökonomisch und ökologisch verantwortlich die Energieversorgung der Zukunft zu planen.

Der Innovationsbericht befasst sich ausführlich mit allen wichtigen Aspekten der „Energiezukunft“ – von der Technologie über Wissensmanagement und Ökölogie bis zu den „Energiestädten der Zukunft“. Die Themen im Einzelnen:

1. Innovationen und Impulse
Im Jahr 2004 wurde die EnBW von Bundeskanzler Schröder zum „Partner für Innovation“ im Bereich Energie ernannt. Mit dieser verantwortungsvollen Aufgabe betraut, identifizierte die EnBW Innovationspotenziale im gesamten Energiesektor. Herausgekommen ist das Modellprojekt EnyCity, die „Energiestadt der Zukunft“.

2. Energie sparen
Es gibt noch enorme Potenziale, den Energieverbrauch erheblich zu senken: angefangen bei der umweltschonenden Erzeugung über den Einsatz neuer Technologien bis zum Einsparen von Energie, etwa durch die energieeffiziente Sanierung von Altbauten.

3. Wissen managen
Innovationen können nur dann ihre Wirkung entfalten, wenn Sie effizient und vor allem schnell weitergegeben werden. Um Wissen besser verfügbar zu machen, stellen neue Methoden aus dem Wissensmanagement nun den Menschen in den Mittelpunkt: Denn es ist die zwischenmenschliche Kommunikation und Kooperation, die Probleme lösen hilft.

4. Kraftwerke verbessern
Der Bedarf an fossilen Brennstoffen wird steigen, während die Vorräte unaufhörlich schrumpfen. Wie lassen sich diese Energiequellen effizienter und emissionsärmer nutzen?
Mit gezielten Innovationen im Bereich der konventionellen Kraftwerke – beispielsweise mit dem geplanten 700°C-Kraftwerk – lassen sich die fossilen Energieträger noch lange Zeit nutzen.

5. Kohlendioxid entfernen
Mit der Erhöhung des Wirkungsgrades der Kraftwerke lässt sich der CO2-Ausstoß deutlich vermindern. Um einer Vergrößerung des Treibhausgasproblems entgegen zu wirken, reicht das auf lange Sicht allerdings nicht aus. Mit aktuellen Projekten soll deshalb die CO2-Abscheidung und –Weiterverwertung oder –Speicherung vorangetrieben werden.

6. Dezentrale Nutzung neuer Technologien
Unterstützt durch die EnBW werden momentan einige Pilotprojekte zur Erforschung der dezentralen Energieerzeugung vorangetrieben: Mikrogasturbinen, Stirling-Motoren oder Brennstoffzellen liefern Strom im Kilowattbereich. Damit eignen sie sich ideal für den Einsatz in öffentlichen Gebäuden, Hotels oder Krankenhäusern.

7. Förderung neuer Technologien
Kaum eine Sparte der Energieerzeugung wird in der Zukunft ein solches Wachstum zu erwarten haben wie die regenerativen Energien: Schon heute haben sie einen Anteil von 14 Prozent am weltweiten Primärenergieverbrauch. Der Innovationsbericht befasst sich mit der Fragestellung nach den wichtigsten Technologien und damit, welchen Anteil diese am Energiemix der Zukunft haben werden.

8. Energiewirtschaft verwandeln
Im Sinne eines ökonomisch verantwortungsvollen Handelns fordert die EnBW gesetzliche Anreize zur Effizienzsteigerung in der Energiewirtschaft. Dies ermöglicht eine realistischere, transparentere und schlussendlich fairere Gestaltung der Netzkosten. Hiervon profitieren nicht nur die Netzbetreiber, sondern auch die so genannten „Netzeinkäufer“.

9. Alternativen zu Großkraftwerken
Durch das Zusammenfassen mehrerer dezentraler Energieerzeugungsanlagen werden „virtuelle Kraftwerke“ erschaffen. Obwohl sie einzeln betrachtet nur wenig Energie erzeugen, können sie im Gesamten die Leistung von Großkraftwerken sinnvoll ergänzen.

10. Wasserstoff als Energiequelle der Zukunft
„Wasserstoff als Sekundärenergieträger der Zukunft“ ist ein kontrovers diskutiertes Thema.
Einerseits setzt Wasserstoff bei der Verbrennung praktisch keine schädlichen Emissionen frei. Anderseits wirft die Produktion von Wasserstoff in großem Maßstab noch viele ungeklärte Fragen auf und wird sich ohne Kernenergie als Primärenergieträger nicht klimaneutral realisieren lassen.

Sie möchten mehr über diese und viele weitere Themen erfahren? Dann downloaden Sie den Innovationsbericht der EnBW 2005 „Energiezukunft“ oder informieren Sie sich im Internet unter www.enbw.com/content/de/impulse/

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