Werbung in Zeiten von Facebook & Co.

Die zunehmende Digitalisierung und der fortschreitende Einbezug von Computertechnologie in die Gestaltung und Produktion von Medienangeboten haben die Medienlandschaft gerade im vergangenen Jahrzehnt rasant verändert.

Die Folge sind vermehrt intelligente interaktive Medienanwendungen, die einen aktiv handelnden, kommunizierenden oder gar produzierenden Medien-User (Stichwort „user generated content“) voraussetzen, wie beispielsweise Web 2.0-Anwendungen, Social Networks, aber auch Computerspiele und virtuelle Medienumgebungen/3D-Welten.

Neue Fragen für die werbetreibende Industrie

Da die Digital Natives mittlerweile einen Großteil der so genannten werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen ausmachen, stellt sich für die werbetreibende Industrie die Frage nach den Optionen und vor allem nach der Qualität von Werbe- und Markenkommunikation in diesen neuen Umgebungen.

Branchenführer wie Facebook und Google verdienen mittlerweile Milliarden Dollar mit dem Schalten individualisierter und personalisierter Werbung, die die Streuverluste für die werbenden Unternehmen minimieren.

Unternehmen haben nun die Möglichkeit, in realisierte Werbekontakte und nicht nur in Werbekontaktwahrscheinlichkeiten zu investieren – ein strategischer und geldwerter Vorteil im Vergleich zur klassischen Werbung über Print, Radio und Fernsehen. Auch das zielgenaue Einbinden von Werbung in Computerspielen (In-Game-Advertising) und virtuellen Medienumgebungen eröffnet neue kreative und Gewinn bringende Wege der Zielgruppenansprache.

Die Tagung

Während die Medienbranche seit Jahren diese neuen Möglichkeiten intensiv umsetzt und untereinander diskutiert, ist der Forschungsstand hierzu noch defizitär. Dies war der Anlass für die Ad-hoc-Gruppe Werbekommunikation der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, diesem Forschungsbereich eine eigene Jahrestagung zu widmen. Sie findet vom 21. bis 23. November in Würzburg statt. Tagungsausrichter sind Prof. Dr. Holger Schramm und Johannes Knoll vom Arbeitsbereich Medien- und Wirtschaftskommunikation des Instituts Mensch-Computer-Medien der Universität Würzburg.

Information und Anmeldung

Johannes Knoll, T: (0931) 31-84103, E-Mail: johannes.knoll@uni-wuerzburg.de

Media Contact

Gunnar Bartsch idw

Weitere Informationen:

http://www.uni-wuerzburg.de

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