UMIC Day 2010

Am 19. Oktober veranstaltet das Exzellenzzentrum für ultraschnelle mobile Information und Kommunikation (UMIC) der RWTH Aachen sein jährliches Festkolloquium. Bereits zum vierten Mal diskutieren Vertreter aus Wissenschaft und Industrie über die Trends der mobilen Kommunikation. In über 25 Demos zeigen UMIC-Wissenschaftler zudem ihre neuesten Forschungsergebnisse.

In diesem Jahr beginnt das Kolloquium mit dem Vortrag von Dr. Magnus Frodigh, Forschungsdirektor für drahtlose Netze bei Ericsson in Schweden, der über die Herausforderung durch steil ansteigende Datenmengen in Mobilfunknetzen sprechen wird. In weiteren Fachvorträgen berichten die UMIC-Juniorprofessoren über ihre aktuellen Forschungsprojekte.

Der UMIC Day 2010 beginnt am 19.10. um 14 Uhr im Ford-Saal des Super C, Templergraben 57. Das vollständige Programm sowie weitere Informationen finden Sie auf unserer Website (www.umic.rwth-aachen.de).

Vertreter der Presse sind herzlich zum UMIC Day eingeladen. Sie können sich anhand von zahlreichen Demos über die Trends der Mobilkommunikation informieren.

Hier eine kleine Auswahl der Demos:

– Nucleus: Kern des Projekts ist eine neue Entwurfsmethodik für eingebettete Systeme, die zur Entwicklung moderner Endgeräte der mobilen Kommunikation wie Handys oder Tablet-PCs eingesetzt wird. Die steigende Rechenkomplexität erfordert eine Vielzahl von spezialisierten Mikroprozessoren, deren Entwurf ohne eine solche Methodik nahezu unmöglich wäre. Ziel ist es, mobile Endgeräte schneller zu machen, um den gestiegenen Kommunikationsanforderungen der Nutzer zu genügen, und zudem so wenig Strom wie möglich verbrauchen.

– Pinstripe – das Tasten-T-Shirts: Einige Bekleidungshersteller haben bereits versucht, Bedienelemente etwa für den MP3-Player in Textilien zu integrieren – bisher mit mäßigem Erfolg. Pinstripe verfolgt ein anderes Konzept: Der Nutzer kann den Stoff zu einer Falte kneifen und zwischen den Fingern hin und her rollen, zum Beispiel um die Lautstärke der Musik oder die Temperatur einer Heizung in der Jacke zu regeln. Vorteil: Nicht nur einzelne Felder sondern das ganze Kleidungsstück wird zum Bedienfeld. Außerdem sind die eingewobenen Fäden nahezu unsichtbar.

– Die Mauern von Ghazni: Die historische Stadt in Afghanistan wurde zur islamischen Kulturhauptstadt 2013 ernannt. Weil die Gegend gefährlich ist, hatten Aachener Wissenschaftler bisher nur zwei Stunden Zeit, um die Ruinen zu vermessen. Um aufwändige Bildverarbeitung in so kurzer Zeit zu schaffen, haben UMIC-Forscher eine mobile Cloud-Infrastruktur entwickelt, in der sich mobile Endgeräte und Computernetze via Funk die Rechenlast teilen, auch in abgelegenen Regionen.

– Augen für Autos: UMIC hat eine Software entwickelt, die Objekte auf der Straße – zum Beispiel Fußgänger oder Radfahrer – erkennt und in Echtzeit verfolgt. Dies ist Voraussetzung für selbstfahrende Autos oder Fahrerassistenzsysteme. Besonderheit: Das Programm braucht wenig Rechenleistung und läuft auf einem Laptop, könnte also ohne große Mehrkosten auch in Serienfahrzeuge Einzug finden.

UMIC (Ultra High-Speed Mobile Information and Communication) ist eines der führenden Forschungsinstitute für die mobile Telekommunikation der Zukunft. Der Zusammenschluss von 21 Instituten der Fachbereiche Informatik sowie Elektrotechnik und Informationstechnik der RWTH Aachen deckt alle Aspekte ab – von der Netzwerktechnologie über Hardware und Software mobiler Endgeräte bis zu neuen Anwendungen. UMIC arbeitet außerdem eng mit Industrie und Netzbetreibern zusammen. Es wird gefördert von der Exzellenzinitiative der Bundesregierung.

Kontakt:
Dr. Ute Müller
UMIC Research Centre
Mies-van-der-Rohe-Str. 15
52074 Aachen
Tel. 0241/80 20722
Fax. 0241/8022730
Public.relations@umic.rwth-aachen.de

Media Contact

Thomas von Salzen idw

Weitere Informationen:

http://www.umic.rwth-aachen.de

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