Tagung zur Biologischen Vielfalt

In den kommenden Jahren wird ein Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ ein wichtiges Instrument für die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt bilden. Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat die gesellschaftliche Akteure eingeladen, dieses Programm mit zu gestalten.

„Die Bewahrung der biologischen Vielfalt ist kein Luxus. Gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen wir unser Naturkapital sichern“, sagte der Bundesumweltminister auf einer Tagung in Köln, dem „3. Nationalen Forum zur biologischen Vielfalt“.

„Das Bundesprogramm soll ein Motor und Impulsgeber für den Schutz und den nachhaltigen Umgang mit der biologischen Vielfalt in Deutschland werden. Ich will das Programm in unserer Gesellschaft breit verankern und daher die relevanten Akteure in die Entwicklung und Umsetzung einbeziehen“, sagte Röttgen.

Als möglichen Schwerpunkt des im Koalitionsvertrag vereinbarten Programms nannte der Bundesumweltminister die Bewahrung der Dienstleistungen der Natur als Existenzgrundlage für Mensch und Wirtschaft. „Wie selbstverständlich nutzen wir täglich zahlreiche Dienstleistungen der Natur und somit der biologischen Vielfalt: frische und saubere Luft, sauberes Wasser, bestäubende Insekten, CO2-Speicherung in Wäldern, Mooren, Böden und Weltmeeren. Diese Leistungen könnten ohne die Kraft der Natur, ohne biologische Vielfalt nur mit hohem technischem Aufwand zu sehr hohen Kosten erbracht werden“, so Röttgen.

Ein anderer möglicher Schwerpunkt könnte der Schutz der Arten sein, für die Deutschland eine besondere Verantwortung hat. Das gilt zum Beispiel für die Wildkatze, den Fischotter oder die Gelbbauchunke, eine Krötenart. Auch die Sicherung von sogenannten „Hot Spots“ der biologischen Vielfalt, dies sind Landschaften, in denen besonders viele verschiedene Arten und Lebensräume auf engem Raum zu finden sind, könnte im Focus des Programms stehen.

Den Kern der Naturschutzpolitik der Bundesregierung bildet die „Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt“. In Zahlen ausgedrückt ist das eine Strategie mit rund 330 Zielen und rund 430 Maßnahmen sowie einem Zeithorizont bis 2020. „Die Nationale Strategie ist nicht eine Strategie des Umweltministers allein, sondern eine Strategie der ganzen Bundesregierung. Damit wollen wir die Gefährdung der biologischen Vielfalt aufhalten und eine Trendwende erreichen“, betonte Röttgen.

Der Bundesumweltminister verwies darauf, dass die Bundesregierung sich bereits konkrete zusätzliche Maßnahmen vorgenommen habe mit Schwerpunkten bei der Vernetzung ökologisch besonders wertvoller Gebiete, der internationalen Naturschutzpolitik, dem Schutz der Wälder sowie dem Schutz der biologischen Vielfalt der Meere, insbesondere durch eine nachhaltige, naturverträgliche Fischerei.

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Dr. Christiane Schwarte BMU-Pressereferat

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