Sicherheit in der Welt der digitalisierten Dinge

Symbolbild IT FH St. Pölten

Vormals einfache Produkte werden mit Softwarelogik ausgestattet und erhalten Netzwerkschnittstellen zur Kommunikation ins Internet. „Viele Menschen meinen das Internet der Dinge sei etwas völlig Neues. Der Kühlschrank, der selbständig Bestellungen auslöst, ist vielerorts noch nicht anzutreffen, aber im Bereich der Smartphones ist IoT schon weit verbreitet.

Andere aktuelle Beispiele aus dem Consumer-Bereich sind Amazons Dash-Buttons zur Online-Bestellung auf Knopfdruck, Telematiksysteme moderner Fahrzeuge, die häufig Internetverbindungen haben, Kameras mit Webschnittstelle oder Smart-Home-Systeme, die von unterwegs per App gesteuert werden.

Dies ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs. IT-Sicherheit wird gerade in diesem Bereich eine besondere Herausforderung technischer aber auch rechtlicher Natur für uns alle werden“, sagt Thomas Brandstetter, Professor am Department Informatik und Security der FH St. Pölten und Vorsitzender des Programmkomitees der IT-SeCX.

Die Keynote bei der diesjährigen IT-SeCX hält der Gründer der ersten und bekanntesten Systemsuchmaschine „Shodan“, John Matherly. Anders als Inhaltssuchmaschinen wie Google & Co., die im Internet nach Schlagwörtern bzw. Inhalten, suchen, ermöglicht es Shodan nach bestimmten Systemen wie bspw. internetfähige SAT-Receiver, Webcams und Industriesteuerungen zu suchen. In seinem Vortrag „Mapping the internet of insecure things: A peek below the surface“ wird Matherly darauf eingehen, inwieweit das Internet of things (IoT) schon Realität geworden ist, welche IoT-Systeme heute im Internet gefunden werden können und welche Sicherheitsprobleme damit verbunden sind.

Kritische Infrastruktur, Stimmungserkennung und Ethik für Fahrzeuge
„In der Industrie zeichnet sich ein ähnlicher Evolutionsschritt unter dem Begriff Industrie 4.0 ab, das Internet der Dinge richtet sich aber mit seinen Produkten nicht nur an Unternehmen, sondern an jeden Konsumenten und wird daher noch viel weiter reichen“, ist Brandstetter überzeugt.

Am Programm der diesjährigen IT-SeCX stehen unter anderem Vorträge von Philipp Schaumann von Sicherheitskultur.at zum Thema „Ethik für autonome Fahrzeuge“ und Thomas Bleier von der B-SEC KG zu Angriffen auf kritische Infrastruktur, Marco di Filippo von Koramis wird zu privatem Smart-Home-Hacking referieren und Robert Luh von der FH St. Pölten wird zum Thema „Love and Hate. Sentiment Analysis for Unknown Applications“ aus dem Forschungsbereich der Malwareanalyse präsentieren wie Verhaltensmuster von unbekannten Applikationen ermittelt werden.

Neben Vorträgen wird es auch dieses Jahr zum Motto passende Workshops geben, in denen Interessierte im „Internet of Things Hack Lab“ HackerInnen-Methoden ausprobieren und Angriffe abwehren können, das Hacken von kabellosen Mikrophonen testen oder eine Alarmanlage auf Basis eines Raspberry Pi selbst bauen können.

IT-Security Community Xchange (IT-SeCX)
IT-SeCX ist die Security-Nacht der FH St. Pölten für Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Behörden, Personen aus Forschung und Lehre sowie für alle Geeks und Nerds, die sich gerne mit IT und IT Security befassen. Die Konferenz wird vom Department Informatik und Security der FH St. Pölten veranstaltet und bietet einen praxisorientierten Informationsaustausch über aktuelle Entwicklungen und Trends im IT-Security-Umfeld.

IT-SeCX 2016 – „Internet of hacked things“
4. November 2016, 16:00 bis 24:00 Uhr
Fachhochschule St. Pölten
Anmeldung und weitere Informationen: https://itsecx.fhstp.ac.at/
PressevertreterInnen bitten wir um Anmeldung unter presse@fhstp.ac.at.
Die Teilnahme ist kostenlos. Die Veranstaltung wird auf Deutsch und Englisch abgehalten.
Mit Unterstützung der Fachgruppe UBIT der Wirtschaftskammer Niederösterreich, SBA Research und Computerwelt.
Infotermine zum Studiengang IT Security finden Sie unter: https://www.fhstp.ac.at/de/audiences/interessentinnen/info-und-messetermine/info…

Über die Fachhochschule St. Pölten
Die Fachhochschule St. Pölten ist Anbieterin praxisbezogener und leistungsorientierter Hochschulausbildung in den sechs Themengebieten Medien & Wirtschaft, Medien & Digitale Technologien, Informatik & Security, Bahntechnologie & Mobilität, Gesundheit und Soziales. In mittlerweile 17 Studiengängen werden rund 2.600 Studierende betreut. Neben der Lehre widmet sich die FH St. Pölten intensiv der Forschung. Die wissenschaftliche Arbeit erfolgt zu den oben genannten Themen sowie institutsübergreifend und interdisziplinär. Die Studiengänge stehen in stetigem Austausch mit den Instituten, die laufend praxisnahe und anwendungsorientierte Forschungsprojekte entwickeln und umsetzen.

Informationen und Rückfragen:
FH-Prof. Dipl.-Ing. (FH) Thomas Brandstetter, MBA
FH-Dozent
Department Informatik und Security
T: +43/2742/313 228 635
E: thomas.brandstetter@fhstp.ac.at
I: https://www.fhstp.ac.at/de/uber-uns/mitarbeiter-innen-a-z/brandstetter-thomas

Pressekontakt:
Mag. Mark Hammer
Marketing und Unternehmenskommunikation
T: +43/2742/313 228 – 269
M: +43/676/847 228 – 269
E: mark.hammer@fhstp.ac.at
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