Kraftwerk Batterie – Autos als Lösung der Energiekrise

Neuartige Batterien für Kraftfahrzeuge verlassen in diesen Monaten die Forschungslabore und werden zu Komponenten moderner Automobile. Die europäische Automobilindustrie schickt sich an, bei der Einführung von Lithium-Ionen-Batterien in Hybridautos weltweit die Führung zu übernehmen.

Neue Mildhybridkonzepte erlauben signifikante CO2-Einsparungen bei perspektivisch sehr vorteilhaftem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Auch die altbewährte Bleisäure-Starterbatterie erfährt einen massiven Innovationsschub, um die Herausforderungen von wachsender elektrischer Ausstattung, Energiemanagement und Stopp-Start-Automatik eine Low-Cost-Lösung entgegenzusetzen. Gleichzeitig werden für die Integration schnell wachsender Anteile erneuerbarer Energien in das Stromnetz Möglichkeiten benötigt, um den wachsenden Regelungsbedarf bereitstellen zu können. Seitens der Energiewirtschaft werden große Hoffnungen in die Batterien der Fahrzeuge zur Unterstützung dieser Aufgabe gesetzt.

Plugin-Hybride und rein batterieelektrische Fahrzeuge werden zunehmend auch in Europa als interessante Möglichkeit gesehen, Rohöl als Primärenergiequelle für den Straßenverkehr zu ersetzen und dabei auch die CO2-Emissionen zu reduzieren. Solche Elektromobilität bedeutet Herausforderungen für die Regelung des elektrischen Netzes, aber bietet auch die Chance, Millionen von Traktionsbatterien als Puffer zur Stabilisierung des Netzes zu nutzen, gerade auch bei weiter steigendem Anteil erneuerbarer und fluktuierender Stromerzeuger.

Aber auch für die kurzfristige Senkung der CO2-Emissionen werden aktuell Lösungen für die konventionellen Fahrzeuge erarbeitet bzw. befinden sich schon in der Serienproduktion. Durch Stopp/Start-Automatik und regeneratives Bremsen können gut 5% Treibstoff eingespart werden. Durch die große Zahl von Fahrzeugen, die bereits heute mit den Systemen ausgerüstet werden bzw. in den kommenden Jahren auf dem Markt kommen werden, kann global gesehen hier kurzfristig eine erhebliche CO2-Einsparung realisiert werden. Auch hier stehen die Speicher im Mittelpunkt, denn die Belastung und die Anforderungen steigen gegenüber dem konventionellen Bordnetz deutlich an. Ausführlich werden auf dem Kongress Neuerungen im Bereich der Blei-Starterbatterien diskutiert, aber auch Konzepte bestehend aus Kombinationen von Bleibatterien und Superkondensatoren sind eine interessante technische Option.

Die aktuellen Entwicklungen, Trends und Perspektiven werden vom 20. – 21. Januar 2009 im Essener Haus der Technik präsentiert. Zur Konferenz und den Tutorials kommen namhafte internationale Wissenschaftler und Ingenieure nach Essen, um die technischen Innovationen und visionären Nutzungsmöglichkeiten neuartiger Batteriekonzept in Fahrzeugen und anderen Anwendungen zu diskutieren. Dabei steht insbesondere der Doppelnutzen der Batterien in den Fahrzeugen für die Mobilität und die Regelung der Netze mit steigendem Anteil fluktuierender Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen im Mittelpunkt.

Die Tagung eröffnet die Möglichkeit für Batteriehersteller, Automobilindustrie, Stromwirtschaft und Forschungseinrichtungen miteinander über die Anforderungen, den Stand der Technik und die zu erwartenden Entwicklungen zu diskutieren. Damit soll das gegenseitige Verständnis gestärkt werden und Innovationen und Entwicklungen so zielgerichtet aus die Bedürfnisse aller Beteiligten ausgerichtet werden.

Nähere Informationen finden Interessierte beim Haus der Technik e.V. unter Tel. ++49 (0) 201/1803-344 (Frau Sabine Gebauer), Fax ++49 (0) 201/1803-346, information@hdt-essen.de

Media Contact

Bernd Hömberg Haus der Technik e.V.

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