Konferenz zu kollektiver Lichtstreuung an kalten Atomen

Atome werden mit Laserstrahlen beschossen.<br>Bild: Sebastian Slama<br>

Im Rahmen eines von der Universität Tübingen geleiteten internationalen Forschungsnetzwerkes unter dem Namen COSCALI (collective scattering of light) findet von Dienstag, dem 3. Juli, bis Donnerstag, dem 5. Juli 2012, eine Konferenz zur kollektiven Lichtstreuung an kalten Atomen statt. Auf der Morgenstelle treffen sich hochkarätige Physiker aus Brasilien, Italien, Frankreich und Deutschland, um sich über den aktuellen Stand ihrer Forschung auszutauschen.

„Wir sind stolz, dass wir neben den COSCALI Wissenschaftlern dieses Mal auch prominente Sprecher von außerhalb des Netzwerkes einladen konnten, nicht zuletzt dank der Sonderfinanzierung durch das Rektorat“, sagt der Sprecher des Netzwerkes und Organisator der Konferenz Dr. Sebastian Slama vom Fachbereich Physik der Universität Tübingen. „Tübingen ist auf einem guten Weg, sich als eine der wichtigsten Forschungseinrichtungen im Gebiet der kollektiven Lichtstreuung zu etablieren. Eine solche Veranstaltung trägt aber auch zur Exzellenz des ganzen Fachbereichs Physik bei.“

Wissenschaftlicher Schwerpunkt der Konferenz ist die Frage, wie Lichtteilchen gestreut werden, wenn sie sich in einer dichten Gaswolke befinden. Diese Frage wird weltweit von experimentellen und theoretischen Physikern untersucht, indem sie beispielsweise Gaswolken in Vakuumkammern einschließen, diese auf wenige Milliardstel Kelvin über dem absoluten Nullpunkte abkühlen und dann mit Laserstrahlen beschießen. Mit diesem Modellsystem wollen die Forscher herausfinden, wie etwa das Licht aus dem Inneren der Sonne nach außen dringt oder ob sich mit Hilfe strukturierter kalter Atomwolken neuartige Laser erzeugen lassen.

Das COSCALI-Netzwerk wird von der Europäischen Union im Rahmen eines Marie-Curie-Programms gefördert. Unter der Leitung der Universität Tübingen hat es den Austausch von erfahrenen und Nachwuchswissenschaftlern aus Europa und Brasilien zum Ziel.

Weitere Informationen zum Netzwerk und zum Programm der Konferenz unter:
http://www.uni-tuebingen.de/de/22788
Kontakt:
Dr. Sebastian Slama
Universität Tübingen
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Fachbereich Physik
Auf der Morgenstelle 14 • 72076 Tübingen
Telefon: +49 707 29-76265
Slama[at]pit.physik.uni-tuebingen.de

Ansprechpartner für Medien

Michael Seifert idw

Weitere Informationen:

http://www.uni-tuebingen.de/de/22788

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