ICOB2012 eröffnet: Internationaler Biophotonik-Kongress erstmals auf europäischem Boden

Die wichtigsten Fakten:

Die ICOB2012 adressiert mit Vorträgen hochkarätiger Sprecher sowohl die Entwickler optischer Technologien, als auch die Nutzer in Medizin und Biowissenschaften, sowie Entscheidungsträger aus der Industrie. Außerdem thematisiert die Tagung die interdisziplinäre Ausbildung und Möglichkeiten der Vernetzung.

Im wissenschaftlichen Teil des Kongresses stehen Berichte aus aktuellen, teils international ausgezeichneter Forschungsprojekten auf dem Programm, zum Beispiel aus der Krebsforschung, der Infektionsforschung und der Augenheilkunde. Technologisch orientierte Vorträge beschäftigen sich mit dem Funktionalen und Multimodalen Imaging, der Vor-Ort-Diagnostik und anderen biophotonischen Schlüsseltechnologien. Begleitet wird die ICOB2012 durch eine Industrieausstellung und eine wissenschaftliche Posterausstellung.

Im Programmheft entrichten die Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan und die Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht Grußworte an die Teilnehmer.

Tagungsort ist das Zeiss Planetarium Jena – das älteste Planetarium der Welt. Seit 1926 werden in die 23 Meter im Durchmesser messende Kuppel Himmelskörper projiziert, seit 2011 mit dem modernen Digitalen System „powerdome®Velvet“, der ersten und einzigen Videoprojektion der Welt mit einem absolut schwarzen Hintergrund.

Finanziell unterstützt wird die Tagung vom Bundesforschungsministerium (BMBF), der Europäischen Union (EU), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Stiftung für Forschung und Technologie Thüringen (STIFT), der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) sowie dem Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Bildung und Kultur (TMBWK).

Im Vorfeld der ICOB2012 findet ein Statustreffen des BMBF-Forschungsschwerpunktes Biophotonik statt, auf dem die einzelnen, vom Bundesforschungsministerium geförderten Forschungsverbünde den Stand der Arbeiten präsentieren. Das Spektrum reicht von grundlegenden zellulären Untersuchungen von Lebensvorgängen, über das Aufspüren von Keimen in Luft und Wasser bis hin zu Frühererkennungsmethoden für Krebs, Infektionen und Herzkreislauferkrankungen. Darüberhinaus treffen sich Experten des EU-Exzellenz-Netzwerkes photonics4life und des weltweiten Verbundes biophotonics4life.

Bereits mehrfach fanden Biophotonik-Symposien in Jena statt. Die „Lichtstadt“ hat dadurch als Zentrum der Biophotonik deutschlandweit und international große Bekanntheit erlangt.

Als traditionelle Optikregion ist Thüringen heute ein dynamischer Standort mit über 160 Unternehmen, darunter weltbekannte Firmen wie Carl Zeiss oder Jenoptik. Hightech-Industrie, Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit herausragendem Ruf machen die Region zu dem erfolgreichsten »Optical Valley« in Europa. Auf der Seite der Lebenswissenschaften ist entgegen dem internationalen und deutschen Trend die Zahl der Beschäftigten in den Thüringer Biotech-Unternehmen in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. In den 50 Bioinstrumente- und mehr als zwei Dutzend Biotechnologiefirmen und den für die Biotechnologie relevanten Forschungseinrichtungen arbeiten über 4000 Menschen.

Media Contact

Susanne Hellwage IPHT Jena

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