Frische Ideen zur Mobilität von morgen

Ampelphasen‐Assistenten wie der [ui!] ECOMAT“ liefert Fahrern Empfehlungen für die beste Geschwindigkeit [ui!] Urban institute

Parallel zum aktuell laufenden Aufbau des neuen Forschungszentrums „Moderne Mobilität“ am Technologie Campus Plattling hat auch das Deggendorfer Fachsymposium in der vierten Auflage seine Perspektiven und Inhalte erweitert. War in der Vergangenheit der Blick noch relativ eng auf die Elektromobilität gerichtet, so gilt die Aufmerksamkeit heute ganzheitlichen Konzepten zur Mobilität.

Es gilt dabei, unterschiedlichste Aspekte zu beleuchten und in einen gemeinsamen Kontext zu stellen. Die Themen reichen deshalb vom autonomen Fahren über Fahrsicherheit, Parkleitsysteme, Batterietechnologien, Reichweitenkonzepte, alternative Antriebe bei Nutzfahrzeugen, urbanes Verkehrsmanagement oder Verteilung von Energieressourcen bis hin zu innvovativen Antriebstechnolgien.

Neben einer Vielzahl von hochkarätigen Experten, die in ihren Vorträgen praxisnah über den neuesten Stand der Entwicklungen berichten, wird auch die Ausstellung von Industrie- und Forschungsprojekten ein wesentlicher Bestandteil des Fachsymposiums sein. Ausgewählte Projekte erhalten hier Gelegenheit, ihre Ergebnisse zu präsentieren und sich untereinander zu vernetzen.

Beispiele aus der Praxis kommen in diesem Jahr aus der Oberpfalz. Sandra Schmidt vom Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz stellt das kommunale eCarsharing und die dort den Bürgern und Bürgerinnen zugängliche Ladeinfrastruktur vor.

Dieses Beispiel belegt außerdem eine erfolgreiche Umsetzung der Produktpalette des größten Systemanbieters für Elektromobilität in Deutschland, der E-WALD GmbH. Das Verbundprojekt „E-WALD – Elektromobilität im Bayerischen Wald“ wurde ursprünglich von der THD geleitet und koordiniert.

VORTRÄGE:
Simon Fürst (BMW Group), schlägt mit seiner Keynote die Brücke von reiner eMobilität hin zu innovativen Mobilitätskonzepten. Fürst ist anerkannter Experte zum Thema »Automatisiertes Fahren« und Sprecher der Entwicklungspartnerschaft Autosar.

„Guiding New Mobility – Sichere und komfortable E-Mobilität“ ist das Thema von Fabian Seithel (GEOTAB GmbH). Geotab ist ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der Telematik, das Fuhrpark-Management-Lösungen auf offener Plattform für Unternehmen aller Größen anbietet. Mit intuitiven Telematik-Software-Komplettlösungen unterstützt GEOTAB Unternehmen dabei, ihre Fahrer und Fahrzeuge besser zu verwalten, indem akkurate und umsetzbare Intelligenz aus Daten für Echtzeit- und historische Fahrten extrahiert wird.

Harald Schmitt, Geschäftsführer der MSR-Group GmbH, spricht über Technologien für Smart Cities. Die Firmengruppe MSR-Group GmbH aus Pocking beschäftigt sich seit vielen Jahren erfolgreich u.a. mit Parkleitsystemen und angrenzenden Technologien. Die Vision besteht darin, die Parkplatzsuche durch intelligente Leitsysteme zu verkürzen. Somit werden Regionen mit guter Luftqualität zum Vorbild anderer und Wohnungsbau in Gebieten mit nachweislich weniger Lärmbelästigung werden für Bürger attraktiver.

Die Firma JOLT Energy entwickelt Ladekonzepte für Schnellladestationen. Maurice Neligan (CEO) stellt das Milkrun Konzept vor. JOLT setzt dabei auf ein städtisches Gleichstrom (DC)-Aufladungsnetz für Elektrofahrzeuge hauptsächlich für den Einsatz in städtischen Gebieten, welches von JOLT zusammen mit führenden Automobiltechnikunternehmen entwickelt wurde. Fast alle DC-fähigen Fahrzeuge können damit in 30-45 Minuten aufgeladen werden.

Mit Prof. Dr. techn. Michael Sternad ist Fachmann für Batterietechnologie. Er wird am Forschungszentrum Moderne Mobilität TC Plattling neue Materialien für Batterien erforschen und sich mit Themen wie der Batteriealterung sowie deren Ursachen und möglichen Vermeidung beschäftigen. Er stellt „Elektrochemische Strategien zur Reichweitenerhöhung von EVs und HEVs“ vor.

Prof. Dr.-Ing. Ralph Pütz präsentiert „Alternative Antriebe für Linienbusse – eine ökologisch-ökonomische Gesamtbetrachtung“. Er lehrt Nutzfahrzeugtechnik, Verbrennungsmotoren, Getriebetechnik und Motorsporttechnik an der Hochschule Landshut und ist Leiter des An-Instituts für angewandte Nutzfahrzeugforschung BELICON, welches u.a. in den Bereichen mobile Emissionsmessungen und Elektromobilität bei Nutzfahrzeugen und mobilen Arbeitsmaschinen tätig ist.

Markus Bachleitner, Director für Smart Mobility Data der Urban Software Institute GmbH stellt das Projekt CITRAM – Citizen Science for Traffic Management vor. Dieses greift aktuelle Probleme des städtischen Verkehrsmanagements auf, nämlich einerseits den Mangel an nutzbarer Verkehrslageinformation in städtischen Straßennetzen, z.B. für Steuerungsaufgaben, und andererseits das Fehlen von Empfehlungen an den Fahrzeuglenker, mittels deren er sein Fahrverhalten energie- und kostensparend ausrichten kann.

Maria Kreußlein vom Institut für Psychologie / Allgemeine und Arbeitspsychologie der Technischen Universität Chemnitz präsentiert das Projekt NEMoGrid – Neue Energiegeschäftsmodelle für das Verteilnetz.

Das Ziel des Projektes besteht darin, im Rahmen der Energiewende neue Geschäftsmodelle zur verstärkten Integration von verteilten Energieressourcen zu entwickeln und zu beurteilen, welche auf den folgenden Szenarien beruhen: zentralisiertes Nachfragemanagement, dezentralisierte spannungsabhängige Tarife, Peer-to-Peer Energiehandel mit Blockchain-Technologie.

Dr. Otto Kreutzer vom Fraunhofer Institut IISB stellt Innovative Entwicklungen für Elektro- und Hybridfahrzeuge aus der Leistungselektronik vor. Hierzu zählen DC/DC-Wandler in der Leistungsklasse von 800 V / 200 kW für Elektro- und Hybridfahrzeuge mit hoher Leistungsdichte und sehr hohen Wirkungsgrad.

Moderiert wird das Symposium in diesem Jahr von Prof. Dr. Thomas Spittler von der Technischen Hochschule Deggendorf. Neben seiner Verantwortung als Prodekan ist er als Projektverantwortlicher des Verbundvorhabens Wissenschaftskommunikation „Transfer und Innovation Ostbayern“ maßgeblich daran beteiligt, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft immer besser zu vernetzten und den bidirektionalen Transfer zu optimieren.

Media Contact

Dr. Jörg Kunz idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Informationen:

http://www.th-deg.de/de/

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