Fachtagung Rapid Prototyping 2016 beschäftigt sich mit „Additive Manufacturing“

Beckenteilersatz Implantcast (http://www.implantcast.de)

Im öffentlichen Diskurs dominiert der Begriff des 3D-Drucks. Mit ihm ist in der Regel das gemeint, was „generativ“ – und also im Schichtverfahren – hergestellt wird. Der Begriff bezeichnet auch Anlagen, die man günstig als Bausatz erwerben kann.

Relativ neu dagegen ist die Bezeichnung des „Additive Manufacturings“, mit dem man die Herstellung von fast oder tatsächlich einbaufertigen Werkstücken beschreibt. Besonders in der Medizintechnik und im Flugzeugbau machen kleine Serien dieses Verfahren wegen der meist hohen Werkzeugkosten interessant. Und auch die Automobilindustrie zeigt steigendes Interesse.

Der Weg von der etablierten Anwendung des „Rapid Prototypings“ hin zu einer generativen Serienfertigung ist allerdings lang. Wichtige Merkmale sind die Reproduzierbarkeit, die Qualität der Bauteile, die Baugeschwindigkeit sowie die Automatisierung der Prozesse.

Wie diese Potenziale gezielter erschlossen werden können, möchten die Akteure aus Wissenschaft und Industrie auf der 15. Fachtagung Rapid Prototyping den Teilnehmerinnen und Teilnehmern näher bringen. In Fachvorträgen werden aktuelle Entwicklungen in der Produktion von Metallteilen dargestellt. Die wirtschaftlichen Aspekte behandelt die Fallstudie eines Dienstleisters.

In einem Vortrag aus der Medizintechnik wird demonstriert, wie heute Implantate aus Metall im Additive-Manufacturing-Verfahren hergestellt und Patienten eingesetzt werden. Die Verknüpfung von additiver Fertigung mit Methoden der Bionik birgt Potenziale auch für den automobilen und flugtechnischen Leichtbau.

Innovationen für Studium und Lehre: Seit mehr als 10 Jahren lernen Studierende des Departments Maschinenbau und Produktion den 3D-Druck praktisch kennen. Die alte Rapid-Prototyping-Anlage wurde nun durch eine Manufacturing-Anlage ersetzt. Diese ist in der Lage, Kunststoffbauteile aus ABS, PC oder Nylon zu fertigen, die vielen mechanischen und thermischen Belastungen standhalten.

Die 15. Fachtagung Rapid Prototyping findet statt:
Am Freitag, den 15. April 2014, ab 13.30 Uhr,
HAW Hamburg, Department Maschinenbau und Produktion,
Berliner Tor 21, Aula, 20099 Hamburg.

(Wegen der starken Nachfrage ist eine Online-Anmeldung erforderlich: http://haw-hamburg.eu/rp/anmeldung-csv.html)

Kontakt:
HAW Hamburg
Department Maschinenbau und Produktion
Prof. Dr. Günther Gravel
Tel.: 040.428 75-8625
guenther.gravel(@)haw-hamburg.de

https://www.haw-hamburg.de/ti-mp/aktuell/veranstaltungen/rapid-prototyping-facht…
http://haw-hamburg.eu/rp/anmeldung-csv.html

Media Contact

Dr. Katharina Jeorgakopulos idw - Informationsdienst Wissenschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Durch maschinelles Lernen Stoffklassen erkennen

Bioinformatiker der Friedrich-Schiller-Universität Jena haben gemeinsam mit Kollegen aus Finnland und den USA eine weltweit einmalige Methode entwickelt, bei der alle Metaboliten in einer Probe berücksichtigt werden können und sich…

Fingerkuppen-Sensor mit Feingefühl

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) und der Universität Tokyo haben einen ultradünnen Mess-Sensor entwickelt, der wie eine zweite Haut auf der Fingerkuppe getragen werden kann. Dadurch bleibt…

Harzer Stausee drohen italienische Wassertemperaturen

Die Rappbodetalsperre im Harz ist die größte Trinkwassertalsperre in Deutschland und beliefert rund 1 Mio. Menschen mit Trinkwasser. Der Klimawandel könnte nun dafür sorgen, dass die Wassertemperaturen in dem Stausee…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close