Erneuerbare, Kernenergie, Kohle und Gas – Technologien für eine kohlenstoffarme Zukunft

Kraftwerksverband begeht 90-jähriges Bestehen

Unter dem Motto „Erneuerbare, Kernenergie, Kohle und Gas – Technologien für eine kohlenstoffarme Zukunft“ treffen sich in diesem Jahr rund 1.300 Experten aus 30 Ländern zum VGB PowerTech-Kongress in Essen. Auf dem größten europäischen Fachkongress der Strom- und Wärmeerzeugung sollen vom 22. bis zum 24. September die Anforderungen an Bau und Betrieb der Kraftwerke in einem sich wandelnden Erzeugungsportfolio behandelt werden. Eingeladen hat der technische Fachverband VGB PowerTech e.V., in dem derzeit 478 Mitglieder aus 34 Nationen zusammengeschlossen sind.

In einer Vielzahl von Vorträgen und Foren haben die Teilnehmer aus aller Welt die Chance, über die Umsetzung der ambitionierten Ansprüche aus Gesellschaft und Politik an eine zukünftige Stromversorgung zu diskutieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem massiven Ausbau der regenerativen Energien und der Umsetzung einer möglichst CO2-freien Stromerzeugung. Die besondere Herausforderung dabei: Die Strompreise dürfen die Industrie und auch die Privatkunden nicht überfordern und die Stabilität der Versorgung darf nicht gefährdet werden.

„Es wäre grob fahrlässig, unsere über Jahrzehnte mühsam aufgebaute sehr sichere, zuverlässige, umweltfreundliche und wirtschaftliche Stromversorgung in Europa aufs Spiel zu setzen“, betonte Prof. Dr. Gerd Jäger, Vorsitzender des VGB PowerTech. Dies ist nicht nur für die Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Europa von entscheidender Bedeutung, sondern auch für die Lebensqualität der Bürger. „Stattdessen muss es uns gelingen, technologischen Fortschritt mit Kosteneffizienz zu verbinden.

Nur so können wir es schaffen, den aufwändigen und kostenintensiven Umbau der Stromwirtschaft so zu gestalten, dass auch die Volkswirtschaften davon profitieren und nicht darunter ächzen, “ so Jäger weiter. „Wenn die europäische Branche das schafft, dann wird daraus ein Vorbild, dem auch andere Länder außerhalb Europas folgen werden.“

Um die dafür dringend erforderlichen Lösungen zu entwickeln, kommt dem VGB PowerTech eine wichtige Aufgabe zu. Denn unter dem Dach des internationalen Spitzenverbands sind zu allen Fragen rund um die Strom- und Wärmeerzeugung technischer und ökonomischer Sachverstand aus mehr als 34 Ländern gebündelt. „Es ist wichtig, dass wir uns gemeinsam mit unserem Sachverstand in der Debatte über neue Energiekonzepte Gehör verschaffen und machbare Lösungen für die Integration der Erneuerbaren Energien, neue Speicherverfahren oder Methoden zur Abtrennung, Speicherung und Nutzung von CO2 aufzeigen“, betonte Dr. Jäger. Dazu gehört auch der Aufbau einer europäischen Infrastruktur, die die Vorteile verschiedener Regionen miteinander verbindet.

Einig waren sich alle Teilnehmer darüber, dass die Ansprüche an die Stromversorgung für eine Industriegesellschaft – unabhängig von klimapolitischen Prämissen – nach wie vor gleich sind: Energie muss sicher, umweltfreundlich und wirtschaftlich sein. „Vor uns liegen große Herausforderungen. Ich bin mir aber sicher, dass wir durch die geballte Kompetenz in unseren Reihen einen maßgeblichen Beitrag zum Erreichen dieser Ziele leisten werden, “ so der Vorsitzende weiter.

VGB PowerTech begeht in diesem Jahr sein 90-jähriges Bestehen. Der Verband wurde Ende November 1920 von Vertretern von zehn Unternehmen der Elektrizitätswirtschaft und der chemischen Industrie als „Vereinigung der Großkesselbesitzer e.V.“ in Leuna, einem der damals bedeutendsten Chemiestandorte, gegründet. Anlass war eine folgenschwere Kesselexplosion im Kraftwerk Reisholz/Düsseldorf. Das gemeinsame Ziel war, in allen Anlagen Qualitätsmängel zu erkennen und zu beseitigen. VGB entwickelte sich in den Folgejahren zu einem wichtigen Zusammenschluss der Stromerzeuger um kooperativ Aufgaben beim Kraftwerksbetrieb – von der Sicherheit über die Wirtschaftlichkeit bis hin zu Themen des Umwelt- und Gesundheitsschutzes sowie der Arbeitssicherheit – zu bewältigen. Seit 1949 hat der heutige VGB PowerTech seinen Sitz in Essen.

Media Contact

Christopher Weßelmann presseportal

Weitere Informationen:

http://www.vgb.org

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