Energiewende mit Solarstrom aus Afrika darf nicht am Fachkräftemangel scheitern

Die Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und die DESERTEC Foundation laden gemeinsam zur SEPA-DESERTEC-Konferenz „Education and Capacity-Building for Renewable Energies“ vom 17. bis 19. September 2012 in Gießen ein.

Mit finanzieller Unterstützung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und der Johannes Hübner GmbH Gießen bietet die englischsprachige Konferenz eine Plattform für den Wissensaustausch zwischen afrikanischen und europäischen Wissenschaftlern mit dem Ziel, die sozioökonomische Dimension des Wüstenstrom-Konzepts DESERTEC weiterzuentwickeln.

Außerdem soll gemeinsam nach Wegen aus dem internationalen Fachkräftemangel im Bereich der erneuerbaren Energien gesucht werden. JLU-Vizepräsident Prof. Dr. Peter Winker wird die Konferenz am 17. September 2012 um 14 Uhr eröffnen.

Die Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen zu der Konferenz sowie unmittelbar vor dem Auftakt der Veranstaltung zu einem Pressegespräch am Montag, 17. September 2012, um 13.15 Uhr im Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU), Raum S3 (Hochparterre), Senckenbergstraße 3, 35390 Gießen.

Ziel der DESERTEC Foundation ist es, das große Potenzial von Solar- und Windstrom aus Wüsten weltweit bekannt zu machen und die globale Energiewende voranzutreiben. Eine Fokusregion der gemeinnützigen Stiftung ist hierbei der Mittelmeerraum. Bei der Suche nach möglichen Standorten und dem Bau von Kraftwerken in Wüstenregionen spielt die Verfügbarkeit von Arbeits- und Fachkräften vor Ort eine wesentliche Rolle. Darüber hinaus stellen sich auch Fragen nach den sozioökonomischen Dimensionen des Projekts: Wie gestaltet sich das Vorgehen in politisch instabilen Regionen? Wie kann die Einbindung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor Ort sowie der Bevölkerung, die eventuell (noch) nicht über das nötige Wissen verfügen, in der Praxis umgesetzt werden?

Diesen und weiteren Fragen geht eine interdisziplinär zusammengesetzte Expertengruppe am Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung der JLU nach, die seit 2008 jährlich Workshops und Konferenzen zum Thema „Solar-Energie Partnerschaft mit Afrika“ (SEPA) organisiert. Diese SEPA-Gruppe untersucht die Möglichkeiten einer für beide Seiten gewinnbringenden Kooperation zwischen Afrika und Europa bei der Nutzung regenerativer Energien. Dabei weist sie explizit darauf hin, dass Planungen nur dann erfolgreich sein können, wenn rechtliche, politische, soziale, geographische und historische Aspekte schon im Ansatz berücksichtigt werden.

Um diesen Ansatz in der Praxis zu verankern, stellen die JLU und die Technische Hochschule Mittelhessen auf der diesjährigen SEPA-Konferenz auch das Konzept ihres neuen Masterstudiengangs „International Energy Management“ vor, der in Kooperation der beiden Hochschulen angeboten werden soll. Dieser Masterstudiengang wird durch seine internationale Ausrichtung Ökonomen und Ingenieure aus aller Welt gleichermaßen für den internationalen Energiemarkt qualifizieren und soll die Entwicklung von Möglichkeiten zur erneuerbaren Energiegewinnung vorantreiben.

Termin: Montag, 17. September 2012

13.15 Uhr Pressegespräch
Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU), Raum S3, Senckenbergstraße 3, 35390 Gießen

14 Uhr Eröffnung der SEPA-DESERTEC- Konferenz zur Fachkräftebildung und der Entwicklung erneuerbarer Energien in Afrika
Auditorium Zeughaus, Senckenbergstraße 3, 35390 Gießen

Kontakt:

Prof. Dr. Michael Düren
II. Physikalisches Institut der Justus-Liebig-Universität Gießen
Heinrich-Buff-Ring 16, 35392 Gießen

Iris Gönsch
Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU) der JLU Gießen
Senckenbergstraße 3, 35390 Giessen
Telefon: 0641 99-12704

Michael Straub
DESERTEC Foundation, Hamburg
Ferdinandstraße 28 – 30, 20095 Hamburg
Telefon: 040 3250 7797

Media Contact

Charlotte Brückner-Ihl idw

Weitere Informationen:

http://www.uni-giessen.de/cms/sepa12

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