Wenn der Drache strauchelt, erbebt die Erde

Chinas Zukunft gründet auf seiner Vergangenheit. Welches kulturelle Bewusstsein prägt das Land, und worauf beruht es? Wie geht China mit der eigenen Vergangenheit und den Traditionen um? Wird der traditionelle Sinozentrismus, die ganze kultivierte Welt zu repräsentieren, in einen aggressiven Nationalismus umschlagen oder in einen neuen Kosmopolitismus münden? Diese und weitere Fragen diskutieren am Dienstag, 12. November 2013 ausgewiesene Experten im Konferenzzentrum der Hanns-Seidel-Stiftung.

Der Führungswechsel in der kommunistischen Partei findet in einer Zeitphase statt, in der sich China stark mit seiner veränderten Rolle im 21. Jahrhundert auseinandersetzen muss. Das Ziel vom „Chinesischen Traum“, vom Wiederaufblühen der chinesischen Nation, steht dabei im Vordergrund. Es geht um die Wiedererlangung eines Zustandes von Vitalität, Größe und Bedeutung. Aber dem neuen Staatspräsidenten Xi Jinping wurde ein Land voller Widersprüche hinterlassen.

China ist wirtschaftlich auf dem Weg zur Weltmacht. In der Außenpolitik muss sich die chinesische Führung ihrer wachsenden Verantwortung in der internationalen Gemeinschaft stellen. Innenpolitisch muss sie die negativen Begleiterscheinungen des atemberaubenden Wirtschaftsbooms eindämmen: die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, die Umweltzerstörung, die notorische Korruption und das schwindende Vertrauen der Chinesen in staatliche Institutionen und die kommunistische Partei.

Wir laden Sie herzlich ein, die Fragen um die Zukunft Chinas mit ausgewiesenen Experten zu diskutieren.

Programm
18.00 Uhr Anmeldung
18.30 Uhr Begrüßung
Prof. Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair, Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung Staatsminister a.D., Senator E.h.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Karl-Heinz Hoffmann, Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW)

18.45 Uhr Podiumsdiskussion
Ulla Bekel, Projektleiterin der Hanns-Seidel-Stiftung in Beijing, VR China
Dr. Saskia Hieber, Akademie für politische Bildung Tutzing, LMU München
Prof. Dr. Thomas Höllmann, Professor für Sinologie und Ethnologie LMU München, o. Mitglied der BAdW
JunProf. Daniel Leese, Ph.D., Juniorprofessor für Geschichte und Politik des modernen China Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Junges Kolleg BAdW
Moderation:
Viola Schenz, Süddeutsche Zeitung
20.30 Uhr Ausklang der Veranstaltung mit einem Stehempfang
21.00 Uhr Ende der Veranstaltung
Der Eintritt ist frei. Bitte melden Sie sich unter Angabe des Veranstaltungstitels und Ihrer Adresse an: per E-Mail an ref0299@hss.de, per Fax an +49(0)89 1258-469 oder telefonisch unter +49(0)89 1258-241.

Medienvertreter sind herzlich eingeladen. Wenn Sie an einem Interviewtermin mit den Experten am Tag der Veranstaltung interessiert sind, wenden Sie sich bitte an die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Die Bayerische Akademie der Wissenschaften, gegründet 1759, ist eine der größten und ältesten Akademien in Deutschland. Sie ist zugleich Gelehrtengesellschaft und Forschungseinrichtung von internationalem Rang. Mit rund 330 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreibt sie Grundlagenforschung in den Geistes- und Naturwissenschaften. Der Schwerpunkt liegt auf langfristigen Vorhaben, die die Basis für weiterführende Forschungen liefern und die kulturelle Überlieferung sichern. Sie ist ferner Trägerin des Leibniz-Rechenzentrums, eines der größten Supercomputing-Zentren Deutschlands, und des Walther-Meißner-Instituts für Tieftemperaturforschung. Seit 2010 betreibt sie ein Junges Kolleg für den exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchs in Bayern.

Media Contact

Dr. Ellen Latzin idw

Weitere Informationen:

http://www.badw.de/aktuell

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