Carbon Nanotubes: Multitalente im Nano-Bereich

Anmeldung zum Pressegespräch: www.inno-cnt-2013.de/anmeldung/presse

Technologien, Anwendungen und neue Perspektiven für Kohlenstoff-Nanomaterialien in Forschung und Industrie stehen im Mittelpunkt des fünften Jahreskongresses der Innovationsallianz Carbon Nanotubes (Inno.CNT) am 20. und 21. Februar 2013 in der Schwabenlandhalle in Fellbach bei Stuttgart.

»Die Arbeit mit Kohlenstoff-Nanoröhren (Carbon Nanotubes, CNT) wird in Deutschland eine Erfolgsgeschichte«, meint Ivica Kolaric, Leiter der Abteilung Funktionale Materialien am Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, das den Inno.CNT-Jahreskongress 2013 koordiniert. Ziel müsse sein, Hochtechnologien in Deutschland nicht nur zu erfinden, sondern auch zu vermarkten und Produktion und Wertschöpfung im eigenen Land zu halten.

Dafür sieht Ivica Kolaric glänzende Voraussetzungen: Die Kohlenstoff-Nanomaterialien seien nirgends so tief erforscht wie in Deutschland; »wir wissen, was möglich ist und was nicht, und haben wettbewerbsfähige Technologien auf hohem Niveau«. Dazu gebe es die weltweit einzigartige innovationsfreudige Landschaft der kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland, die mit Forschung und Wissenschaft eng vernetzt und in der Lage sei, Zukunftstechnologien auch auf den Markt zu bringen.

Zur Unterstützung stehe mit Inno.CNT, der Innovationsallianz Carbon Nanotubes, ein schlagkräftiges Konsortium bereit, das Technologien erarbeitet habe, die genau zu den in Deutschland relevanten Marktsegmente wie Gesundheits- und Energietechnik passe. Als Beispiel führt Kolaric die Möglichkeit an, künstliche Muskeln, Energiespeicher oder Superkondensatoren mit CNT-Materialien zu entwickeln.

Das Programm des Jahreskongresses, zu dem rund 160 Teilnehmer aus Deutschland, Asien und den USA erwartet werden, ist dicht gepackt. In mehr als dreißig Vorträgen, die teilweise in Parallel-Sitzungen zu Anwendung und Technologie gehalten werden, informieren Experten aus Forschung und Industrie über neue Trends und Lösungsmöglichkeiten beim Einsatz von Karbon-Nanostrukturen, zum Beispiel in der Luft- und Raumfahrttechnik oder bei der Entwicklung elektrisch leitfähiger Organobleche, Hochleistungs-Lacken und –Verbundwerkstoffen; auch Aspekte der Sicherheitsforschung und Toxizitätseinschätzung kommen nicht zu kurz.

»Kohlenstoff ist der Werkstoff der Zukunft und quasi unbegrenzt verfügbar«, betont Ivica Kolaric. CNT und andere Kohlenstoff-Nanomaterialien können für ein enormes Spektrum lösungsspezifischer Werkstoffe mit neuartigen Produkteigenschaften eingesetzt werden. Beispiele sind Metalle mit höherer Festigkeit und verbesserten Reibungs- und Oberflächeneigenschaften, energieeffiziente Heizungsschichten mit völlig neuen Designfreiheiten oder transparente und elektrisch leitfähige Schichten für die Photovoltaik, für Touchpanels und Displays in der Unterhaltungselektronik.

Ivica Kolaric und sein Team von der Abteilung Funktionale Materialien am Fraunhofer IPA, das seit über zehn Jahren an der Entwicklung neuer Werkstoff- und Produkteigenschaften auf CNT-Grundlage arbeitet, hat zuletzt den Hans-Jürgen Warnecke Innovationspreis 2012 für die aus Graphen und Kohlenstoff-Nanoröhrchen bestehende »ECO Touch«-Tinte erhalten, die mit ihrer hohen elektrischen Leitfähigkeit und Flexibilität für neuartige Touchdisplays besonders geeignet ist und eine echte Verbesserung gegenüber herkömmlichen Werkstoffen für transparent leitfähige Schichten darstellt.

PRESSEGESPRÄCH
Inno.CNT 2013
Jahreskongress Innovationsallianz Carbon Nanotubes
20. Februar 2013 | 12.30 bis 13.30 Uhr | Raum Mörike
Schwabenlandhalle Fellbach
Tainer Str. 7 | 70734 Fellbach
Gesprächspartner beim Inno.CNT 2013 Pressegespräch:
– Dr. Péter Krüger, Bayer MaterialScience AG, Leverkusen
– Ivica Kolaric, Leiter der Abteilung Funktionale Materialien, Fraunhofer IPA, Stuttgart
– Felicitas Hepp, Technische Verantwortung für Projekte aus dem Themenbereich »Nanomaterialien für die Raumfahrt«, HPS (High Performance Space Structure Systems) GmbH, München
– Franz Cieslik, KS Gleitlager GmbH, St. Leon-Rot
– Dr. Ansgar Komp, Polyurethane Leitung, Freudenberg Forschungsdienste SE & Co. KG, Weinheim

Einzelne Interviews können gerne im Anschluss an das Pressegespräch gegeben werden. Ebenso besteht die Möglichkeit, beim Imbiss das Gespräch mit den Experten fortzusetzen.

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Margarete Mack
Telefon +49 711 970-3706
margarete.mack@ipa.fraunhofer.de

Media Contact

Jörg Walz Fraunhofer-Institut

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