Bundeswehrreform: Herausforderungen für Militär und Wirtschaft

Bis 2014 soll das Verteidigungsministerium nach den Sparplänen der Bundesregierung rund 8,4 Milliarden Euro einsparen. Die Sparzwänge sollen zu einer Neustrukturierung der Bundeswehr genutzt werden und sehen eine Reduzierung der derzeit 250.000 Soldaten vor.

Auf Grundlage eines Berichts des Generalinspekteurs der Bundeswehr, General Volker Wieker, wurden den Verteidigungsausschüssen von Bundestag und Bundesrat Anfang September fünf Modelle für die Bundeswehrreform vorgestellt. Neben der Personalreduzierung sehen die Modelle auch erhebliche Einsparungspotenziale und Veränderungen in der Beschaffung der Bundeswehr vor.

Auf der Handelsblatt Konferenz „Sicherheitspolitik und Verteidigungsindustrie“ (5. und 6. Oktober 2010, Berlin) stellt Bundesverteidigungsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg die Pläne zum Umbau der Bundeswehr vor und geht auf die aktuelle Diskussion um die Aussetzung der Wehrpflicht, die „Bündnisfähigkeit“ einer kleineren Bundeswehr und die Potenziale in der Wehrbeschaffung ein. Aus militärischer Sicht geht der Generalinspekteur der Bundeswehr General Volker Wieker auf die Konsolidierung des deutschen Wehretats ein.

Der Oberkommandierende des Allied Command Transformation der NATO General Stéphane Abrial erläutert die Transformation der Allianz und die Herausforderungen der Mitgliedsstaaten angesichts einer sich verschärfenden Sicherheitslage in Afghanistan und anderen Einsatzgebieten. Die Inspektoren der Heeres, der Luftwaffe und der Marine gehen darüber hinaus auf die jeweiligen Herausforderungen ihrer Streitkräfte ein.

Die Antworten der Industrie auf die unterschiedlichen Fähigkeitslücken angesichts reduzierter Beschaffungsetats stellen unter anderen Hans-Christoph Atzpodien (Thyssen Krupp Marine Systems), Lutz Bertling (EADS), Claus Günther (Diehl Defence Holding), Dr. Markus Hellenthal (Thales Deutschland), Frank Haun (KMW) und Gerhard Schempp (ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH) vor.
Über Fragen der Sicherheit in einer digitalen Welt und die sicherheitspolitischen Herausforderungen für die Innenpolitik spricht Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizére. Die zunehmende Bedeutung ressortübergreifender Zusammenarbeit und die Ansätze vernetzter Sicherheitsarchitekturen erläutert Staatsminister Dr. Werner Hoyer (Auswärtiges Amt).

Die Handelsblatt Konferenz „Sicherheitspolitik und Verteidigungsindustrie“ hat sich zu einer der wichtigsten deutschen Treffpunkte für der Sicherheitsszene entwickelt und verbindet politische, militärische und wirtschaftliche Sicherheits- und Verteidigungsfragen. Die rund 300 Teilnehmer der Veranstaltung loben den strategischen und vernetzten Ansatz und schätzen die vielfältigen öffentlichen und persönlichen Diskussionsmöglichkeiten.

Das Programm finden Sie im Internet unter:
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