Bio-Imaging – 4. CeBiTec-Symposium

Seit Robert Hooke 1665 das Buch „Micrographia“ mit zahlreichen mikroskopischen Zeichnungen illustrierte und Antoni van Leeuwenhoek zur gleichen Zeit die ersten Mikroskope mit 260-facher Vergrößerung baute, hat die Mikroskopie die Entwicklung der modernen Biologie geprägt.

Unser heutiges „Bild der Zelle“ verdanken wir wesentlich der mikroskopischen Analyse. Über 300 Jahre lang wurde die Technik der Mikroskopie kontinuierlich verbessert, auch wenn die Entwicklung neuer Ansätze stagnierte.

Getragen von der Biologie, der Physik und der Bioinformatik gibt es seit einigen Jahren eine Renaissance der Mikroskopie mit gänzlich neuen, innovativen und interdisziplinären Ansät-zen. Eine wesentliche Entwicklung in der Biologie ist die Entdeckung des grünfluoreszierenden Proteins (GFP), mit dem einzelne Proteine in einer lebenden Zelle sichtbar gemacht werden können – eine Entdeckung, für die im Jahr 2008 der Nobelpreis für Chemie verliehen wurde. Ein zweiter entscheidender Fortschritt kommt aus der Physik: Der deutsche Wissen-schaftler Stefan Hell brach kürzlich die lange für unverrückbar angenommene Auflösungsgrenze des Lichtmikroskops und erhielt dafür im Jahr 2008 den Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis für die „Lichtmikroskopie in ungekannter Schärfe“ von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Mit diesen neuen Techniken lassen sich nanoskopische Strukturen in lebenden Zellen sichtbar machen. Ein dritter Baustein, der von der Mikroskopie zum Imaging führt, ist die automatisierte Bildverarbeitung mit Hilfe der Informatik. Dadurch wird die Mikroskopie zu einem mächtigen Werkzeug der funktionellen Genomforschung. Mit Hilfe des grün-fluoreszierenden Proteins, hochauflösender Mikroskopie und einer automatisierten Bildverarbeitung können Lebensvorgänge in nie gekannter geometrischer wie zeitlicher Auflösung analysiert werden.

„Bio-Imaging“ ist überaus aktuell, interdisziplinär und sowohl im Centrum für Biotechnologie (CeBiTec) als auch in der Fakultät für Physik, der Technischen Fakultät wie auch der Fakultät für Biologie an der Universität Bielefeld gut verankert. Das 4. CeBiTec-Symposium bietet die hervorragende Möglichkeit, den nationalen und internationalen Stand auf diesem Forschungssektor zu bestimmen, eigene Ergebnisse einem internationalen Publikum zu präsentieren und die Zusammenarbeit in der Universität zu stärken.

Die Konferenzsprache wird Englisch sein.

Tagungszeiten:
25. August, 14.00 Uhr – 19.00 Uhr
26. August, 9.00 Uhr – 20.00 Uhr
27. August, 9.00 Uhr – 18.00 Uhr
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.uni-bielefeld.de/ZIF/AG/2009/08-25-Niehaus.html
Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte direkt an den Leiter der Konferenz:
Prof. Dr. Karsten Niehaus, Universität Bielefeld
Fakultät für Bioloie
Tel: 0521 / 106-5631
E-Mail: karsten.niehaus@genetik.uni-bielefeld.de
Anfragen zur Tagungsorganisation beantwortet im Tagungsbüro des ZiF:
Trixi Valentin, Universität Bielefeld
Zentrum für Interdisziplinäre Forschung
Tel. 0521 / 106-27 69,
E-Mail: Trixi.Valentin@uni-bielefeld.de

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Torsten Schaletzke idw

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