Das Labor ist im Digital-Zeitalter angekommen

Der wachsende Kostendruck zwingt immer mehr Pharma- und Biologieunternehmen dazu, die Arbeitsabläufe in ihren Laboren zu automatisieren. Das digitalisierte Labor und die Frage, wie Labore mit Hilfe von Informationstechnologie (IT) ihre Prozesse optimieren können, steht im Mittelpunkt der IIR-Tagung „Labor-IT“ vom 04. bis 05. Dezember 2007 in Heidelberg.

Als einer der Vorreiter in der Automatisierung gilt die BASF-Tochtergesellschaft BASF IT Services, die erst im vergangenen Jahr mit dem „AspenTech Award for Innovation in IT“ ausgezeichnet wurde. Mit ihrer IT-Lösung „Automationsverbund Analytik“ vernetzt sie rund 1.000 analytische Messgeräte, die mit individuell EDV-gestützten Systemen arbeiten, und standardisiert so die einzelnen Arbeitsschritte. Um alle Daten und Aufzeichnungen zentral verwalten und archivieren zu können, hat das Unternehmen zudem eine Archivierungsplattform eingerichtet. Über die Vorteile dieser Lösung und über weitere Konzepte für Dokumentenmanagement und Archivierung wird Dr. Heinz Speck, Teamleader Analytic Services bei BASF IT Services, auf der Konferenz berichten.

Dass keine hohen Neuinvestitionen nötig sind, um das Datenmanagement im Labor zu vereinfachen, zeigt das Beispiel der Heidelberger Forschungseinrichtung EMBL (European Molecular Biology Laboratory). Der technische Leiter Jan Selig und sein Team haben ihr Datenmanagement auf das Windows-Betriebssystem aufgesetzt. Wie ihnen diese Lösung nutzt und welche Grenzen sie setzt, schildert er in seinem Konferenzbeitrag.

Welche Herausforderung es bedeutet, unterschiedliche Anwendungen wie Enterprise Ressource Planning (ERP), Manufacturing Execution Systeme (MES) oder Labor-Informations-Management-Systeme (LIMS) miteinander zu verbinden, macht ein Beitrag von Arcondis deutlich: Das Unternehmen hat einen Weg gefunden, Anwendungen über den Standard ISA 95 zu integrieren und berichtet auf der Konferenz über die Vor- und Nachteile dieser Lösung.

Auch wenn das mobile Labor in Deutschland noch in den Bereich der Zukunftsvisionen fällt, beschäftigen sich erste Unternehmen bereits mit dieser Idee. Enno Rey, Geschäftsführer des IT-Dienstleistungsunternehmens ERNW, zeigt auf dem Forum, ob Wireless Lan wirklich die bessere Alternative zur herkömmlichen Netzwerkverkabelung ist und beleuchtet den Sicherheitsaspekt.

Moderne Organisationskonzepte für digitalisierte Labore sind das Vortragsthema von Martin Henze von GSK Strategy: Er wird neue Beschaffungskonzepte im Bereich der Investitions- und Projektförderung vorstellen und über die Ist-Situation der heutigen Kliniken und Labore aufklären.

Über transparentes Qualitätsmanagement im Labor informiert Pierre Fabrice Himmelmann von ELO Digital Office.

Die Richtlinie für gute Arbeitspraxis, auch GxP genannt, und deren Auswirkungen auf sowohl Qualitätsmanagement und Validierung erörtert Frank Wallrafen von dem Unternehmen DHC Dr. Heterich & Consultants.

Weitere Themen der Konferenz sind die Einhaltung der Compliance-Anforderungen, elektronische Signaturen, Computer Aided Quality Assurance (CAX-) Software, Knowledgemanagement, service-orientierte Architekturen und IT-Sicherheit im Labor.

STARLIMS, ein Anbieter von Labor-Informations-Management-Systemen (LIMS), präsentiert in einer begleitenden Ausstellung seine Lösungen.

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Weitere Informationen:

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