Arzneimitteltransport: Sensibilität ist gefragt

Arzneimittel sind empfindliche Waren: Pharmaprodukte, die bei einer Temperatur von zwei bis acht Grad Celsius transportiert werden müssen, machen derzeit ein Fünftel des weltweiten Pharma-Gesamtmarktes von rund 650 Milliarden US-Dollar aus, so das Ergebnis einer Studie des Beratungsunternehmens Novumed.

Besonders sensibel sind Biotech-Medikamente, die größtenteils – gleichsam mit allen Impfstoffen – in einer lückenlosen Kühlkette transportiert werden müssen (Quelle: DZV, 16. Mai 2007). Die Verantwortlichen in der Pharmabranche bringt dies in Bedrängnis: Während der wachsende Wettbewerb sie dazu zwingt, die Logistik zu straffen und zu optimieren, müssen sie die richtigen und nicht selten aufwändigen Transport- und Lagerungsbedingungen beachten, um die Wirksamkeit der Medikamente zu schützen.

Welche Lösungen Hersteller, Großhändler, Logistiker und Apotheken nutzen, um Medikamente ohne Qualitätseinbußen bis zum Patienten zu transportieren, berichten Branchenvertreter auf der PTI-Konferenz „Pharmatransport: Kühlkette – Logistik – Lagerung“ (12. bis 13. November 2007, Mannheim). Veranstalter ist das Pharmaceutical Training Institute (PTI), ein Geschäftsbereich des Kongress- und Seminaranbieters IIR Deutschland.

Rico Schulze, GMP-/GDP-Inspektor beim Regierungspräsidium Dresden, wird zeigen, wie unvorsichtiger Transport von Arzneimitteln und unsachgemäße Logistik die Patientensicherheit gefährden können. Auch zum Warenverkehr inner- und außerhalb der Europäischen Union nimmt er Stellung.

Über optimales Kühlkettenmanagement berichten anschließen Vertreter des Plasmaanbieters ZLB Plasma Services, des Großhandelsunternehmens Axicorp und des Pharmaimporteurs kohlpharma.

Um den Arzneimitteltransport sicherer zu gestalten, müssen Unternehmen laut Gesetz den Weg der Ware verfolgen und dokumentieren. Zu diesem Thema sprechen am zweiten Konferenztag Experten der Logistikunternehmen FrigoTrans und idem. Eine vergleichsweise neue Technik zur Nachverfolgung ist Radio Frequency Identification (RFID), bei der Waren mit einem Funk-Chip und einem Sensor versehen werden. In welchen Bereichen der Pharmalogistik der Einsatz von RFID sinnvoll ist, erläutert ein Wissenschaftler des Fraunhofer Instituts für Software- und Systemtechnik.

Abgerundet wird die Veranstaltung durch Beiträge von Vertretern aus Apotheken. Sie haben als letztes Glied der Lieferkette den unmittelbaren Kundenkontakt. Ihre Erfahrungsberichte komplettieren die Konferenz und gewährleisten, dass Probleme und Lösungsmöglichkeiten aus der gesamten Lieferkette beleuchtet werden.

Weitere Informationen sind erhältlich unter:
www.iir.de/pharmatransport/inno-report

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Romy König
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IIR Deutschland GmbH
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