2. Rostocker Hygienetag – Gefährliche Bakterien in Rostock unter sicherer Kontrolle

Gefährliche Bakterien und Krankheitserreger, die in Krankenhäusern häufig anzutreffen sind, stellen für das Universitätsklinikum Rostock kein unbeherrschbares Problem dar.

Die aktuellen Zahlen aus der jährlich durchgeführten Vergleichsstudie des Nationalen Referenzzentrums für Krankenhaushygiene belegen, dass das Klinikum überdurchschnittlich erfolgreich ist im Kampf gerade gegen einen der am meisten gefürchteten multiresistenten Erreger.

Ausschlaggebend für das gute Abschneiden des Hauses sei die konsequente Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums und die Information von MitarbeiterInnen aus umliegenden Kliniken, so Professor Podbielski. Aus diesem Grund veranstaltet das Universitätsklinikum Rostock jetzt den zweiten Rostocker Hygienetag zum Thema „Nosokomiale Infektionen – die Krankheit aus dem Krankenhaus“, der am 19. September 2007 in Rostock stattfindet.

Unter den multiresistente Bakterien bedeuten gerade MRSA (multi-resistenter Staphylococcus aureus) für alle Betroffenen ein lebensbedrohliches Infektionsrisiko. „Dieses Risiko ist am Universitätsklinikum Rostock allerdings weiterhin unter Kontrolle“, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Podbielski, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene am Universitätsklinikum Rostock. Als Beleg dafür kann eine gerade erfolgte statistische Aufarbeitung der Daten des Rostocker Hauses für das Jahr 2006 herangezogen werden.

Die jährlich durchgeführte Studie des Nationalen Referenzzentrums für Krankenhaushygiene in Berlin zeigt, dass im deutschlandweiten Vergleich das Rostocker Universitätsklinikum wie in den Jahren zuvor unterdurchschnittliche Zahlen von MRSA-Patienten aufweist.

„Diese guten Ergebnisse sind das Verdienst einer fortwährenden gemeinsamen Anstrengung der Hygienefachkräfte und Schwestern, Pfleger und Ärzte des Klinikums zusammen mit unserem für Krankenhaushygiene zuständigen Institut“, so Professor Podbielski. „Zudem sind die Daten ein Beleg dafür, dass eine gute Hygiene gewissermaßen zu typischerweise 'unsichtbaren Ergebnissen' führt: Bei uns sind keine Probleme zu vermelden.“

Um weiterhin positive Ergebnisse zu erreichen, seien konstante Information und Schulung notwendig, so Professor Podbielski weiter. Zu diesem Zweck und zur Weitergabe der Rostocker Erfolgsrezepte an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kliniken aus der Umgebung veranstaltet das Universitätsklinikum Rostock jetzt den „2. Rostocker Hygienetag“. Die Hygienefachkräfte des Universitätsklinikums unter der fachlichen Leitung von Professor Podbielski präsentieren am 19.9.07 Vorträge und Diskussionen zum Thema „Nosokomiale Infektionen – Die Krankheit aus dem Krankenhaus“. Mit dieser Veranstaltung soll medizinisches Personal – Ärzte bzw. Gesundheits- und Krankenpflegerinnen gleichermaßen – aus dem stationären und ambulanten Bereich angesprochen werden.

19. September 2007, 9.00 bis 14.30 Uhr, 2. Rostocker Hygienetag, Schillingallee 70, 18057 Rostock

Kontakt
Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Andreas Podbielski,
Inst. f. Med. Mikrobiologie, Virologie & Hygiene
Universitätsklinikum Rostock
Schillingallee 70
D – 18057 Rostock
Tel: +49-381-4945900/01
Fax: +49-381-4945902
e-mail: andreas.podbielski@med.uni-rostock.de
Professor Dr. Reiner Benecke
Stellvertretender Ärztlicher Direktor
Universitätsklinikum Rostock (AöR)
Gehlsheimer Straße 20
18147 Rostock
Tel. 0381/4949511

Media Contact

Susanne Marx, idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Wie Lymphknoten mit Blut versorgt werden

Droht eine Infektionskrankheit, läuft unser Immunsystem auf Hochtouren: Es setzt Antikörper, weiße Blutkörperchen und Fresszellen in Bewegung. Doch wie das funktioniert, ist noch nicht komplett verstanden – etwa bei den…

Programmierbare Laserstrahlen sparen mehr als 30 Prozent Energie

Neue Freiheiten eröffnen sich in der Lasermaterialbearbeitung: Mit einem Flüssigkristall-Modulator lässt sich das Strahlprofil eines Lasers zeitlich hochaufgelöst frei programmieren. Der Strahl kann auch in identische Kopien aufgeteilt werden. Zusammen…

Soziale Kompetenz für autonome Autos

KI-System deutet Fußgängerverhalten, um Interaktion zwischen Auto und Passanten zu ermöglichen. Autofahren ist mehr als Gas geben, lenken und bremsen: Eine entscheidende Rolle spielt die Verständigung mit anderen Verkehrsteilnehmern. Das…

Partner & Förderer