Ruperto Carola Symposion Ultracold Quantum Gases

50 Physiker aus acht Nationen treffen sich vom 18. bis 20. Juli 2007 im Internationalen Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg und werden sich über die modernsten Methoden der theoretischen Vielteilchenphysik austauschen. Dabei stoßen Wissenschaftler sehr unterschiedlicher Fachgebiete wie Hochenergiephysik, Festkörperphysik und Quantenoptik aufeinander. Ihr Ziel: Sie möchten eine gemeinsame wissenschaftliche Sprache während der Tagung entwickeln.

Wissenschaftler unterschiedlicher Ausrichtung benutzen häufig verschiedene Fachtermini zur Beschreibung ähnlicher Phänomene und Vorgänge. Eine gemeinsame Sprache würde ihnen aber helfen, sich besser zu verstehen. So könnten sie von Ergebnissen der Nachbardisziplinen schneller profitieren. Die an der Konferenz teilnehmenden Physiker fasziniert dabei besonders, dass in handlichen, das heißt zimmergroßen Experimenten mit Atomen heute physikalische Prozesse beobachtet und präzise vermessen werden können.

Diese Prozesse sind in wesentlichen Eigenschaften ganz ähnlich den Prozessen in zum Beispiel supraleitenden Festkörpern oder hochenergetischen Kollisionen schwerer Ionen oder gar Vorgängen in dem nach dem Urknall expandierenden Universum. „Umso spannender ist es, wenn sich heute in den entsprechenden Teilgebieten aktive Theoretiker treffen, die einander in der Vergangenheit oft wenig wahrgenommen haben, voneinander lernen und beginnen, zusammenzuarbeiten“, erklärt Dr. Thomas Gasenzer. „Wir hatten selbst in den vergangenen Jahren in Heidelberg die Chance, diesen Prozess zu durchlaufen und haben in unserer wissenschaftlichen Arbeit davon sehr profitiert“, ergänzt Dr. Holger Gies. Ermöglicht wurde das Symposion durch den Klaus-Georg und Sigrid Hengstberger-Preis 2007, mit dem die Universität unter anderen die beiden Privatdozenten Thomas Gasenzer und Holger Gies vom Institut für Theoretische Physik im vergangenen Herbst ausgezeichnete.

Besonders wünschen sich die beiden Wissenschaftler, dass die jüngeren Teilnehmer, die derzeit noch an ihrer Dissertation arbeiten, von dem Symposion profitieren. An den Vormittagen der dreitägigen Konferenz geben etablierte Wissenschaftler einführende Übersichtsvorträge, die am Nachmittag durch Präsentationen von aktuellen Entwicklungen und Ergebnissen ergänzt werden. Viel Zeit bleibt für Diskussionen und den Austausch über das Programm hinaus.

Für weitere Informationen:
http://www.thphys.uni-heidelberg.de/~smp/view/RuCaQuGa07/Homepage.html
Für Fragen stehen zur Verfügung:
PD Dr. Thomas Gasenzer
Tel. 06221 549416
t.gasenzer@thphys.uni-heidelberg.de
PD Dr. Holger Gies
Tel. 06221 549429
h.gies@thphys.uni-heidelberg.de
Institut für Theoretische Physik
Philosophenweg 16
69120 Heidelberg
Dr. Ellen Peerenboom
Geschäftsführerin
Internationales Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg
Universität Heidelberg
Hauptstraße 242, 69117 Heidelberg
Tel. 06221 543690, Fax 165896
iwh@uni-hd.de
Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
Irene Thewalt
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

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Dr. Michael Schwarz idw

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