Entfesselte Kräfte: Technikkatastrophen und ihre Vermittlung

Während noch im 18. und 19. Jahrhundert außergewöhnliche oder verheerende Naturerscheinungen Untergangsängste hervorriefen, provozieren seit Beginn des 20. Jahrhunderts vor allem technische Katastrophen Angst und Ohnmachtsgefühle. Leben und Lebensräumen werden vernichtet durch Menschen und Maschinen, die eigentlich zur Verbesserung der Lebensqualität entwickelt wurden.

Welches Ereignis als katastrophal eingeschätzt wird, hängt allerdings nicht nur von objektiven Faktoren (wie der Zahl der Verunglückten oder dem Umfang der Sach- und Umweltschäden) ab. Entscheidenden Einfluss hat auch die Art und Weise der Darstellung und das Katastrophenbewusstsein des Betrachters. Die vom Zentrum für Moderneforschung der Universität zu Köln und der Inklings-Gesellschaft für Literatur und Ästhetik gemeinsam veranstaltete Tagung widmet sich deshalb ausgewählten Technikkatastrophen und zugleich den Formen ihrer Vermittlung. Deren Bandbreite reicht von Nachrichtenmeldungen über erzählende Texte und filmische Fassungen bis hin zur literarischen Phantastik.

Beispielweise wird über den Schiffbruch mit (Film-) Zuschauer. Zur Mediengeschichte des Titanic-Komplexes diskutiert. Organisiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Rudolf Drux (Institut für deutsche Sprache und Literatur I; Zentrum für Moderneforschung) und Dipl. Ing. Karl R. Kegler (Inklings Gesellschaft für Literatur und Ästhetik).

Ort: Neuer Senatssaal, Hauptgebäude der Universität zu Köln
Wann: 6. und 7.Juli 2007
Bei Rückfragen: Dr. Rolf Füllmann, Institut für deutsche Sprache und Literatur I, Tel.: 0221 470 2670

Internet: www.zfmod.de

Verantwortlich: Dr. Patrick Honecker

Media Contact

Gabriele Rutzen idw

Weitere Informationen:

http://www.uni-koeln.de/

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