Neue Lösungsansätze für nachhaltige Entwicklung und breitenwirksames Wachstum

Mit Konzepten zur Überwindung von „Armutsfallen“ in Entwicklungsländern befassen sich die Teilnehmer einer Tagung, die am 29. und 30. Juni 2007 an der Georg-August-Universität stattfindet. Dazu werden rund 50 Forscher aus dem In- und Ausland in Göttingen erwartet. Die Jahrestagung wird vom Entwicklungsländerausschuss des Vereins für Socialpolitik in Zusammenarbeit mit dem Ibero-Amerika Institut für Wirtschaftsforschung und der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen ausgerichtet. Zu den Teilnehmern gehören neben renommierten Wissenschaftlern auch Experten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

Armut und Ungleichheiten in Einkommen und Verteilung von Ressourcen sind weiterhin die zentralen Herausforderungen in vielen Entwicklungsländern. „Trotz großer Erfolge bei der Armutsreduktion in einigen Ländern ist es bisher nicht gelungen, allgemeingültige Politikempfehlungen und Maßnahmen für die Wirtschafts- und Sozialpolitik zu finden, die in allen Regionen zu einem breitenwirksamen und nachhaltigen Wachstum führen“, erläutert Prof. Stephan Klasen, PhD, Direktor des Ibero-Amerika Instituts und Inhaber des Lehrstuhls für Entwicklungsökonomik. Mögliche Lösungsansätze sollen im Rahmen der Tagung diskutiert werden. In Vorträgen und Podiumsdiskussionen erörtern die Tagungsteilnehmer die Rolle von Arbeits- und Kapitalmärkten zur Überwindung von Armut sowie die Mobilisierung nationaler und internationaler Finanzmittel für den Entwicklungsprozess. Sie werden sich auch mit der Frage auseinandersetzen, wie öffentliche Infrastruktur und Sozialstaat sowie der landwirtschaftliche Sektor und der Umweltbereich in der Entwicklungspolitik berücksichtigt werden können.

Der Entwicklungsländerausschuss wurde in den 1970er Jahren gegründet. Die Mitglieder forschen auf dem Gebiet der Entwicklungstheorie und Entwicklungspolitik. In der Diskussion der Forschungsergebnisse wird dabei auch der Austausch mit Vertretern aus der entwicklungspolitischen Praxis gesucht. Zudem ist der Ausschuss eines der zentralen Beratungsorgane des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

„Wir freuen uns, dass die Tagung in diesem Jahr in Göttingen stattfindet, da die Universität einen besonderen Schwerpunkt in der Entwicklungsländerforschung hat. Wissenschaftler aus vier Fakultäten tragen dazu bei“, so Prof. Klasen. Die Tagung ist öffentlich und findet im Zentralen Hörsaalgebäude sowie im Mehrzweckgebäude (Blauer Turm), Platz der Göttinger Sieben statt. Die Tagungssprache ist Englisch.

Kontaktadresse:
Prof. Stephan Klasen, PhD, Georg-August-Universität
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Ibero-Amerika Institut für Wirtschaftsforschung

Telefon (0551) 39-7303, e-mail: sklasen@uni-goettingen.de

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Marietta Fuhrmann-Koch idw

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