Fachkonferenz "Kommunen im Wandel – Engagement, Innovation und Vernetzung älterer Menschen" in Berlin eröffnet

Ein neues „Leitbild des aktiven Alters“ fordert der Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Gerd Hoofe. „Ältere Menschen sind heute oft bis ins hohe Alter hinein gesund, fit und geistig rege. Vor allem in den Kommunen müssen wir uns auf diese Entwicklung einstellen und entsprechende Angebote für ältere Menschen schaffen“, erklärt Hoofe heute zur Eröffnung der Tagung „Kommunen im Wandel“ in Berlin. Den Kongress organisiert das Bundesfamilienministerium gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund sowie dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

„Ältere Menschen sitzen heute nicht mehr im Lehnstuhl, sie unterstützen vielmehr tatkräftig ihre Kinder, Enkel und Nachbarn“, so Hoofe weiter. „Sie wollen ihr Leben und ihr Lebensumfeld mitgestalten und ihre lebenslange Erfahrung und ihr Wissen gewinnbringend für die Allgemeinheit einsetzen. Die Seniorinnen und Senioren sind bereit, freiwillig und ehrenamtlich Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen. Wir müssen deshalb vor Ort, in den Städten und Gemeinden neue Möglichkeiten schaffen, die es älteren Menschen erlauben, sich stärker einzubringen und ihre vielfältigen Kompetenzen für die Gesellschaft einzusetzen.“

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert die Verbreitung eines neuen Altersbildes und unterstützt Projekte und Modelle, mit denen eine stärkere Teilhabe älterer Menschen gefördert wird:

* Im Modellprogramm „Erfahrungswissen für Initiativen“ (EFI) wurden rund 1000 ältere Menschen zu so genannten seniorTrainerInnen qualifiziert, die im Laufe von vier Jahren mehr als 4000 Projekte und Initiativen angestoßen und mit ihrem Erfahrungswissen begleitet haben. Das Konzept wird von den beteiligten Ländern weitergeführt und ausgebaut.

* Das Modellprojekt „Selbstorganisation älterer Menschen“ berät Kommunen, wie sie freiwillige Leistungen kommunaler Daseinsvorsorge mit Hilfe älterer Bürgerinnen und Bürger gestalten und für die Allgemeinheit nachhaltig sichern können. Vielerorts werden bereits erfolgreich Bibliotheken, Museen und Schwimmbäder von Bürgerinnen und Bürgern betrieben und bedarfsgerecht weiterentwickelt.

* Die Generationenübergreifenden Freiwilligendienste weiten das freiwillige Engagement älterer Menschen auf neue Tätigkeitsfelder und Zielgruppen aus. Sie schaffen stabile Engagementformen mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung auf Umfang und Zeitrahmen des freiwilligen Engagements. Mehr als 6500 Freiwillige aller Generationen engagieren sich zwischen 8 und 20 Stunden pro Woche für unsere Gesellschaft. Das zeigt: Viele Bürgerinnen und Bürger sind zur Mitgestaltung unserer Gesellschaft bereit. 

* Die Mehrgenerationenhäuser, im Jahr 2006 gestartet, setzen auf das Engagement älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger für eine neue Generationensolidarität. Bis Ende 2007 wird es bundesweit 500 Mehrgenerationenhäuser geben.

Auf der Fachtagung „Kommunen im Wandel – Engagement, Innovation und Vernetzung älterer Menschen“ diskutieren rund 250 Verantwortliche aus den Kommunen, Fachleute aus Politik, Wissenschaft und Praxis sowie engagierte ältere Bürgerinnen und Bürger über neue Formen von Verantwortungsübernahme und Teilhabe älterer Menschen. Arbeitsforen beschäftigen sich mit den Potenzialen und neuen Finanzierungsformen für freiwilliges Engagement, Partizipationsmöglichkeiten für Seniorinnen und Senioren, innovative Dienstleistungen, Networking und Wissenstransfer. Ein weiteres Thema sind die besonderen Bedingungen für ein aktives Alter in den neuen Bundesländern.

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BMFSFJ

Weitere Informationen:

http://www.bmfsfj.de

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