WirtschaftsWoche Konferenz „Die Beste Fabrik“

„Wer wissen will, wie es geht, braucht sich nur das Erlanger Siegerwerk von Siemens anzuschauen. Ich habe noch nirgendwo ein Werk erlebt, in dem alle Prozesse so stimmig sind und bis ins Kleinste beherrscht werden“, sagt Ludo Van der Heyden, Professor an der Managementschule INSEAD und Juror des Wettbewerbs „Die beste Fabrik“ im Interview mit der WirtschaftsWoche über den deutschen Gewinner des diesjährigen „Industrial Excellence Awards“. Das Siemens Gerätewerk in Erlangen erhielt von den Juroren der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung in Vallendar sowie der Managementschule INSEAD in Fontainebleau bei Paris die Bestnote. Zum achten Mal wurde der Wettbewerb, unterstützt von der WirtschaftsWoche und der französischen Fachzeitschrift „L’Usine nouvelle“, in Deutschland ausgeschrieben. Im Rahmen der WirtschaftsWoche Konferenz „Die beste Fabrik.“ (25. und 26. Oktober, Nürnberg) findet nun die Preisverleihung statt. Auf der Konferenz stellen neben den Deutschen auch die Sieger aus Polen und Frankreich ihre Erfolgkonzepte vor. Topmanager und Geschäftsführer berichten in ihren Vorträgen, warum sie bewusst die Fertigung in Deutschland aufrecht erhalten. Auch Vertreter aus Unternehmen, die einen Großteil ihrer Produkte im Ausland herstellen, kommen zu Wort.

Josef Röhrle (Siemens AG) erläutert, wie das Erlanger Siemenswerk innerhalb von sieben Jahren mit einer geringfügig erhöhten Mitarbeiterzahl den Umsatz mehr als verdreifacht hat und mit einem Marktanteil von 27,5 Prozent nunmehr weltweit die Nummer eins bei der Steuerung von Werkzeugmaschinen wurde. Zudem können sich die Teilnehmer der Konferenz im Rahmen der Werksbesichtigung bei der Siemens AG ein eigenes Bild des Weltklasseunternehmens machen.

„Wir wandern nicht ab“ konstatiert Audi-Vorstand Dr. Jochem Heizmann im Interview mit der WirtschaftsWoche über die Zukunft des Produktionsstandorts Deutschland. Statt Kompetenzen ins Ausland zu verlagern und die Produktion an Zulieferer zu delegieren, setzt Audi auf das Kern-Know-How und die hohe Problemlösungskompetenz seiner deutschen Mitarbeiter. Heinzmann erläutert in seinem Vortrag „Produktionsstandort Deutschland – Chancen und Risiken aus Sicht der Automobilindustrie“ die internationale Wettbewerbssituation sowie Handlungsoptionen und Veränderungsmöglichkeiten für die Automobilproduktion im Inland.

„Zu viele Fabriken suchen ihr Heil noch immer in einer höheren Automatisierung. Sie sollten lieber die Intelligenz ihrer Werker nutzen.“, meint Prof. Dr. Christoph Loch, Professor an der Managementschule INSEAD (Interview WirtschaftsWoche). In seinem Vortrag „Managementqualität und Innovationsfähigkeit – ein Beitrag zur Standortsicherung“ beantwortet Loch die Frage, wer Arbeitsplätze erzeugt und welche Faktoren zu Innovationsfähigkeit führen.

Prof. Dr. Jürgen Kromphardt, ehemaliges Mitglieder der „Fünf Wirtschaftsweisen“ und Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftstheorie an der Technischen Universität in Berlin, spricht über die Konjunktur und Beschäftigung in Deutschland. Kromphardt erläutert die Konsequenzen der hohen Sozialabgaben sowie die Reformnotwendigkeiten im System der sozialen Sicherung.

Das laufend aktualisierte Programm ist im Internet abrufbar

Weitere Informationen zum Programm

WirtschaftsWoche-Konferenzen und -Seminare
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