Dresden, Karlsruhe und Strasbourg setzen neue forschungspolitische Maßstäbe in der Nanotechnologie

Vom 20. – 21.11.2003 veranstalten die Städte Dresden, Karlsruhe und Strasbourg, unterstützt durch den VDI, ihr zweites internationales Nanotechnologie-Symposium mit Fachausstellung Nanofair, diesmal in Dresden, im Sächsischen Landtag.

Motto der Nanofair 2003 ist es: „Neue Ideen für die Industrie“ vorzustellen. Nanotechnologie ist ein sehr junges, spannendes Innovationsfeld mit einer verblüffenden Palette von Einsatzmöglichkeiten. Auch heute schon hat es in nahezu alle Lebensbereiche Einzug gehalten. Die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten, die unvorstellbar minimalen Dimensionen und die in den Medien publizierten Visionen zu künftigen Anwendungen sind oft verwirrend. Die Veranstalter wollen deshalb eine Plattform bieten, auf der sich Wissenschaftler und Unternehmer treffen können, um sich über neue Forschungsergebnisse und Trends zu informieren und um den Transfer der Innovationen in die Praxis zu beschleunigen. Besonders mittelständische Unternehmen sollen die Möglichkeit haben, ihre speziellen Wünsche und Fragen für Anwendungen mit den geeigneten Fachleuten zu besprechen. Schwerpunktthemen der Nanofair 2003 sind die Bereiche Elektronik, Life Science, Materialien, Optik und Automotive. Dabei soll auch wieder die Gelegenheit zum Austausch mit zahlreichen internationalen Gäste, u. a. aus Frankreich, Italien, Kanada, Korea und Brasilien gegeben werden.

Die Schirmherrschaften für die Nanofair 2003 wurden von der deutschen Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn und der französischen Ministerin für Forschung und Technologie, Claudie Haigneré übernommen.

Beide Ministerinnen würdigen das besondere Engagement der Städte. Dazu Bundesministerin Bulmahn in ihrem Grußwort: „Ich begrüße die gemeinsame Initiative von Dresden, Karlsruhe und Strasbourg, dieses internationale Nanotechnologie-Symposium durchzuführen, daher ausdrücklich. Die Einbindung der Nanotechnologie-Kompetenzzentren, die weltweit einen hervorragenden Ruf genießen und die Mitarbeit der jeweiligen Universitäten unter dem Motto „Neue Ideen für die Industrie“ sind Kristallisationspunkte des von uns allen gewünschten Technologietransfers. Die drei Städte setzen damit – auch grenzüberschreitend – neue forschungspolitische Maßstäbe.“

Als Referenten wurden u. a. Prof. Harald Fuchs, internationaler Experte auf dem Gebiet der Rastersondenmikroskopie, Dr. Ulf König – Nanoexperte bei DaimlerChrysler, Dr. Heinz Hilgers (IBM Deutschland), Prof. Renato Bozio (Universität Padua, Italien), Young-Soon Kwon (Universität Ulsan, Südkorea), Experten des Forschungszentrums Karslruhe und aus Strasbourg eingeladen.

Prof. Karl-Joachim Ebeling (Leiter Forschung Infineon Technologies München) und Dr. Ehrenfried Zschech (AMD) werden einen Überblick zu aktuellen Trends und langfristigen Entwicklungen in der Mikroelektronik und Strukturen im Nanobereich mit neuen Lithographie-Verfahren geben. Dr. Johannes Strümpfel (VON ARDENNE Anlagentechnik GmbH Dresden) spricht – als Vertreter eines der weltweit führenden Unternehmen auf diesem Gebiet – über großflächige Glasbeschichtung zur optischen Vergütung.

Einen Ausblick auf das Machbare und das Visionäre in der Nanotechnologie wird Prof. Wolfgang M. Heckl (TU München und Lehrstuhl für Nanowissenschaften an der University of Tokyo) geben. Heckl ist im Guiness-Buch der Rekorde vertreten, mit dem Schreiben eines atomaren Bits – dem kleinsten gebohrten Loch der Welt.

Es ist ein umfangreiches wissenschaftliches Rahmenprogramm geplant, welches auch zum Teil für andere Interessierte geöffnet wird. Informationen erhalten Sie unter www.nanofair.com oder beim Amt für Wirtschaftsförderung Dresden, Tel.: 0351 / 488 27 29, E-Mail: slettau-tischel@dresden.de

Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen:
Landeshauptstadt Dresden
Amt für Wirtschaftsförderung
01001 Dresden, Postfach 120 020
Frau Sabine Lettau-Tischel
Telefon: (0351) 488 27 29
Telefax: (0351) 488 24 04
E-mail: slettau-tischel@dresden.de

Nanotechnologie-Kompetenzzentrum „Ultradünne funktionale Schichten“ (Nano-CC-UFS)
Geschäftsstelle im Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden
01277 Dresden, Winterbergstr. 28
Dr. Ralf Jäckel
Telefon: (0351) 25 83 444 oder (0172) 84 20 734
Telefax: (0351) 25 83 300
E-mail: ralf.jaeckel@iws.fraunhofer.de

Ansprechpartner für Medien

Dr. Ralf Jaeckel idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Neues Computermodell verbessert Therapie

Mithilfe mathematischer Bildverarbeitung haben Wissenschafter der Forschungskooperation BioTechMed-Graz einen Weg gefunden, digitale Zwillinge von menschlichen Herzen zu erstellen. Die Methode eröffnet völlig neue Möglichkeiten in der klinischen Diagnostik. Obwohl die…

Teamarbeit im Molekül

Chemiker der Universität Jena erschließen Synergieeffekt von Gallium. Sie haben eine Verbindung hergestellt, die durch zwei Gallium-Atome in der Lage ist, die Bindung zwischen Fluor und Kohlenstoff zu spalten. Gemeinsam…

Kristallstrukturen in Super-Zeitlupe

Göttinger Physiker filmen Phasenübergang mit extrem hoher Auflösung Laserstrahlen können genutzt werden, um die Eigenschaften von Materialien gezielt zu verändern. Dieses Prinzip ermöglicht heute weitverbreitete Technologien wie die wiederbeschreibbare DVD….

Partner & Förderer

Indem Sie die Website weiterhin nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. mehr Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind so eingestellt, dass sie "Cookies zulassen", um Ihnen das bestmögliche Surferlebnis zu bieten. Wenn Sie diese Website weiterhin nutzen, ohne Ihre Cookie-Einstellungen zu ändern, oder wenn Sie unten auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

schließen