Internationale Tagung zur funktionellen Genomik von Bakterien und Menschen

Die „Sequenzierung“ des ersten Genoms eines Organismus im Jahr 1995 (Haemophilus influenzae) eröffnete eine neue Ära der Biologie und Medizin, die der „Funktionellen Genomforschung“. Die Genomsequenz liefert den Bauplan des Lebens, sie bildet jedoch nicht das Leben selbst ab. Die Vielfalt des Lebens ist zwar vollständig in den Genomsequenzen kodiert, realisiert wird immer nur ein bestimmter Teil aller Möglichkeiten in Abhängigkeit von den Umweltbedingungen. Die Funktionelle Genomforschung mit den Techniken der Transkriptom- und Proteomanalyse sowie der Bioinformatik macht diese Vielfalt des Lebens faßbarer.

Vom 7. bis zum 10. September 2003 gibt es in Greifswald auf einer internationalen Tagung „Functional genomics: from bacteria to man“ Vorträge und Diskussionen zu neuesten Erkenntnissen und Techniken der funktionellen Genomforschung an Bakterien bis hin zum Menschen, also vom „einfach“ strukturierten Leben einer Bakterienzelle bis zu komplexen zellulären Strukturen des menschlichen Lebens. Fortschritte und Aufklärung von Regulationsnetzen sind sehr unterschiedlich komplex.

Im Fokus der Tagung steht die Erforschung der wichtigsten Zellbausteine des Lebens, der Proteine, und ihrer Interaktionen stehen. Ultimatives Ziel all dieser Analysen ist es, einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der Funktionsweise komplexer lebender Systeme zu leisten. Dazu tragen Forscher aus allen Teilen der Welt bei, die sich im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg in der Universitätsstadt Greifswald einfinden, um die Chancen der Vernetzung von Wissen und Technologien für die umfassende Beschreibung von Krankheitsabläufen und die Entwicklung geeigneter Behandlungsstrategien sowie ein besseres Verständnis von Produktionen in der Biotechnologie auszuloten.

Kontakt:

Priv.-Doz. Dr. Gunnar Strote
Medizinische Fakultät Universität Greifswald
AG Funtionelle Genomforschung, Transferbereich
Rathenau-Str. 49a, 17487 Greifswald
Tel. 03834 – 86-5096, Fax – 515-656
e-mail: strote@uni-greifswald.de

Media Contact

Dr. Edmund von Pechmann idw

Weitere Informationen:

http://www.uni-greifswald.de

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