Highlight zum Abschluss des Geojahres

Mit der dreitägigen Großveranstaltung „Menschenwelten – Zukunft Erde“ vom 7. bis zum 9. November an der Universität Bonn setzen Geographen aus ganz Deutschland einen Schlusspunkt unter die Aktionen zum „Jahr der Geowissenschaften“. In Computeranimationen, Filmen und zahlreichen Experimenten zeigen die Wissenschaftler Chancen und Risiken des menschlichen Miteinanders auf – und wagen dabei auch eine Prognose, wie unsere Welt in 20 Jahren aussehen könnte. Spannende Mitmachaktionen und Präsentationen sollen Jung und Alt in die Aula im Universitäts-Hauptgebäude locken. Und auch im Arkadenhof erwarten die Besucher interessante Exponate: Beispielsweise ein Messboot zur Erforschung der Sohlenstruktur von Flüssen oder ein Zeppelin, der Luftbilder aufnimmt.

Die Probleme sind brisant, und sie betreffen uns alle: Riesige Stadt-Moloche sehen sich mit Schwierigkeiten wie wachsender Kriminalität oder ständig steigendem Verkehrsaufkommen konfrontiert; Klimaänderungen führen zu zunehmenden Naturkatastrophen wie Fluten oder Dürren; der Tourismus spült Geld in die leeren Kassen der südlichen Länder, schafft aber seinerseits neue Probleme für die Einheimischen wie z.B. Verbauung der Landschaft, Veränderung des Arbeitsmarktes oder Preissteigerungen; aufgrund von AIDS sinkt die Lebenserwartung in den weniger entwickelten Ländern und liegt zum Teil schon wieder unter 40 Jahren.

Mit Multimedia-Präsentationen und Mitmach-Experimenten möchten die Forscher das Bewusstsein für diese Gefahren schärfen, aber auch zeigen, wie die Wissenschaft zu ihrer Lösung beitragen kann – beispielsweise durch intelligente Verkehrssysteme oder ressourcenschonende Produktionsweisen. Die Forscher zeigen am Beispiel von Großstädten in Industrie- und weniger entwickelten Ländern, mit welchen Problemen man dort heute zu kämpfen hat und wie die Situation in 20 Jahren aussehen könnte, sie vergleichen das Konsumverhalten hierzulande mit dem von Bewohnern der „Dritten Welt“ und analysieren, wie umweltverträglich die Urlaubsreise ist – abhängig von Verkehrsmittel und Ziel.

Besonderer Augenmerk gilt den Konsumenten von morgen: Für Schulklassen haben die Veranstalter ein spezielles Programm mit Führungen auf die Beine gestellt; das Rahmenprogramm bestreitet die Zirkusschule Don Mehloni. Am Donnerstag, 7. November, um 19 Uhr findet in der Aula zudem eine öffentliche Talkrunde statt – Themen: Die zunehmende Gefahr von Naturkatastrophen sowie die Bevölkerungsentwicklung im 21. Jahrhundert.

Öffnungszeiten „Menschenwelten – Zukunft Erde“:
Donnerstag, 7.11.: 14 – 21 Uhr
Freitag, 8.11.: 10 – 18 Uhr
Samstag, 9.11.: 9 – 13 Uhr
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.geographie.de

Ansprechpartnerin:
Antje Schmidt
Geographisches Institut der Universität Bonn
Telefon: 0228/73-9647
E-Mail: A.Schmidt@giub.uni-bonn.de

Ansprechpartner für Medien

Frank Luerweg idw

Weitere Informationen:

http://www.geographie.de

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