Humboldt-Stiftung: 585 ausländische Top-Wissenschaftler zur Jahrestagung in Berlin

20. bis 22. Juni in Berlin und Potsdam: Festakt mit Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, Professor Lothar Romain, Präsident der Universität der Künste, Berlin, und Professor Wolfgang Frühwald, Präsident der Humboldt-Stiftung. Anschließender Empfang durch Bundespräsident Johannes Rau auf Krongut Bornstedt.

Um die Zukunft der Wissenschaft und Erfahrungen aus der Realität geht es im Vortragsprogramm zum Auftakt der Jahrestagung der Alexander von Humboldt-Stiftung am 20. Juni in Berlin. „Über den Wert der Sprache oder das neue Konzept der Universität“ spricht der Präsident der Humboldt-Stiftung, Professor Wolfgang Frühwald. Seine Visionen zur Wissenschaftspolitik bringt der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, zur Sprache. Aus der täglichen Realität im Forschungsbetrieb Deutschlands berichten drei Forschungsstipendiaten der Humboldt-Stiftung.

Die persönliche Begegnung mit den besten Köpfen der Welt sucht auch Bundespräsident Johannes Rau, wenn er am 21. Juni die 585 Spitzenwissenschaftler aus 68 Ländern auf das Krongut Bornstedt einlädt. Dabei wird dieses Treffen mit der „Humboldt-Familie“ tatsächlich eine familiäre Komponente haben: wenn die Gastwissenschaftler mit ihren Lebenspartnern und 277 Kindern das „Märchengut Bornstedt“ zum quirlig-globalen Dorf der internationalen Wissenschaftselite machen.

Im Zentrum der Tagung steht der persönliche Erfahrungsaustausch der ausländischen Wissenschaftler untereinander und mit ihren deutschen Fachkollegen und mit den Mitarbeitern der Humboldt-Stiftung. Zugleich ist die Tagung eine einmalige Gelegenheit, konkret jene Menschen kennen zu lernen, auf die sich so abstrakte Schlagworte wie „Interdiziplinarität“, „Internationale Alumni-Netzwerke“, „Internationalisierung der Forschung“ oder „Kulturtransfer durch Wissenschaft“ beziehen.

Höhepunkte der Jahrestagung:

Eröffnung
Donnerstag, 20. Juni, 16:00 bis 18:00 Uhr
Universität der Künste Berlin, Konzertsaal

Begrüßung
Professor Lothar Romain, Präsident der Universität der Künste
Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin

Festvortrag: Über den Wert der Sprache oder das neue Konzept der Universität
Professor Wolfgang Frühwald
Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung

Erfahrungsberichte: Mein Forschungsaufenthalt in Deutschland und im Ausland
Dr. Soraya Dib Abdul-Nour (Brasilien), Dr. Yi Feng (VR China), Prof. Dr. Tim Lüth (Deutschland/Japan)

Empfang des Bundespräsidenten
Freitag, 21. Juni, 10:30 Uhr
Krongut Bornstedt, Potsdam

Verleihung des Philipp Franz von Siebold-Preises
an Professor Hideo Kozono, Mathematiker an der Tohoku Universität (Japan)
durch den Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Johannes Rau

Persönliche Begegnung und Gespräch (Gartenanlage)
des Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Johannes Rau,
mit Gastwissenschaftlern der Alexander von Humboldt-Stiftung

=> Vollständiges Programm unter:
http://www.humboldt-foundation.de/news/programm_jahrestagung

Globaler Alumni-Treff und „Dialog mit dem Islam“
Die meisten Gastwissenschaftler kommen aus China (84), gefolgt von der Russischen Föderation (62) und den USA (65).
Wie Wissenschaft über die Grenzen verbindet, demonstrieren unter anderem Forscher aus Jugoslawien (6), Kroatien (2) und Slowenien (3); aus Indien (57) und Pakistan (1); sowie aus Israel (1), den USA (49) und rund 30 Humboldtianer aus islamischen Staaten wie Ägypten (4), Bangladesh (4), Iran (4), Marokko (1), Pakistan (1), Sudan (1), Syrien (1), Tunesien (3) und der Türkei (8).
Als Beispiel für Forschungsförderung in Entwicklungs- und Schwellenländern stehen unter anderen Humboldtianer aus Äthiopien (2), Bangladesh (5), Ghana (1), Kamerun (3) und Nigeria (6), aus Indonesien (1), den Philippinen (1), thailand (1) und Vietnam (1) sowie aus Brasilien (9), Peru (2), Argentinien (3), Chile (1), Kolumbien (1), Kuba (1)Mexiko (2) und Uruguay (1).

Interdisziplinarität bei Preisträgern und Stipendiaten
Insgesamt werden 522 Humboldt-Forschungsstipendiaten, zum Teil mit ihren Familien, nach Berlin kommen. Für dieses Stipendium qualifizieren sich ausländische Nachwuchswissenschaftler, die promoviert und jünger als 40 Jahre sind. Außerdem werden 63 Humboldt-Forschungspreisträger, international renommierte Spitzenwissenschaftler, die Jahrestagung besuchen. Zwei Drittel der teilnehmenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten in naturwissenschaftlichen Fächern, rund 24 Prozent sind Geisteswissenschaftler, fast zehn Prozent sind Ingenieurwissenschaftler.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung
Als führende Organisation zur Förderung ausländischer Spitzenwissenschaftler ermöglicht die Humboldt-Stiftung jährlich über 1.800 Forscherinnen und Forschern aus aller Welt eine wissenschaftliche Tätigkeit in Deutschland. Das Humboldt-Netzwerk hält die Verbindung zu über 20.000 Humboldtianern in 130 Ländern langfristig aufrecht.

Interview-Wünsche und Rückfragen in Deutschland richten Sie bitte an
Florian Klebs / Antonia Dhein
Pressestelle Humboldt-Stiftung
Fon: ++49 (0)228 833 258
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Florian Klebs idw

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