Nachrichtentechniker kurbeln Debatte um spannende Entwicklung an

Karlsruher Workshop zu Software Radios

Software Radios zu erforschen und zu entwickeln, gehört derzeit zu den spannendsten Arbeiten in der Nachrichtentechnik. Ein Software Radio ist ein multimediales Telekommunikationsendgerät, das sich an die unterschiedlichsten Übertragungssituationen anpassen kann. Verschiedene Mobilfunkstandards, mit denen zum Beispiel die Funktionen von Endgeräten in drahtlosen lokalen Netzen exakt definiert sind, werden in ein Software Radio geladen wie Anwendungsprogramme in den Arbeitsspeicher eines Personal Computer (PC). Das Umschalten zwischen ihnen ist sogar während einer Kommunikationsverbindung jederzeit möglich. Schon für die nächste Mobilfunkgeneration werden dem Verbraucher solche Geräte zur Verfügung stehen – mit ihnen kann er, auch im Auto oder im Zug, mühelos Videoübertragungen empfangen oder im Internet surfen.

Das Thema ist hoch aktuell – vor diesem Hintergrund veranstaltet das Institut für Nachrichtentechnik der Universität Karlsruhe unter Leitung von Professor Dr. Friedrich Jondral

einen Workshop zu Software Radios am Mittwoch, 20., und Donnerstag, 21. März, im Tulla-Hörsaal (Englerstr. 11, Geb. Nr. 11.40).

Dazu erwartet das Institut circa 80 Telekommunikationsexperten zu 26 Beiträgen von Wissenschaftlern aus acht Nationen und zu ausführlichen Fachdiskussionen in Karlsruhe. Mehr als die Hälfte der Vorträge halten Industriemitarbeiter – das belegt, dass Software Radios mehr als eine rein wissenschaftliche Entwicklung darstellen; dahinter steht der Wachstumsmarkt der mobilen Telekommunikation, die ihrerseits eine der Säulen der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik an der Fridericiana bildet.

Die Tradition der Universität Karlsruhe in der Übertragungstechnik reicht bis in die Jahre 1887/1888 zurück. Damals gelang es Heinrich Hertz erstmals, die von dem Engländer James Clerk Maxwell bereits 1865 theoretisch vorausgesagte Existenz elektromagnetischer Wellen experimentell nachzuweisen.

Nähere Informationen:

Professor Dr. Friedrich Jondral
Institut für Nachrichtentechnik
Tel. 0721/608-3345

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