Internationale Physiologentagung

Verstehen, wie wir gesund bleiben und warum wir krank werden

Internationale Physiologentagung an der Universität Tübingen

Vom 15. bis 19. März kommen im Kupferbau der EBERHARD KARLS UNIVERSITÄT TÜBINGEN weit mehr als 1000 Physiologen zu einem internationalen Kongress zusammen. Die drei mitgliederstärksten europäischen Gesellschaften für Physiologie, die britische, die skandinavische und die deutsche, führen erstmals eine gemeinsame Tagung durch und wollen damit ein neues europäisches Forum des wissenschaftlichen Austausches schaffen. Annähernd 1000 Vorträge und Poster werden von Wissenschaftlern aus allen europäischen Ländern sowie aus Übersee präsentiert.

Die Physiologie versucht die Gesetze aufzudecken, nach denen der menschliche Körper funktioniert. So können die Bedingungen definiert werden, unter denen der Körper gesund bleibt und das Auftreten und der Verlauf von Krankheiten erklärt werden. Entdeckungen und Entwicklungen in den Physiologischen Labors von heute prägen die Qualität ärztlichen Handelns von morgen. Insbesondere die Molekulare Physiologie verspricht hier tiefgreifende Fortschritte. Nach der Entdeckung des menschlichen Genoms warten nunmehr ca. 30.000 Gene auf ihre funktionelle Analyse, in erster Linie eine Aufgabe für Physiologen.

Im Rahmen des Kongresses werden alle Gebiete der Physiologie diskutiert. Den Eröffnungsvortrag am ersten Abend hält Nobelpreisträger Erwin Neher über die Mechanismen, die die Freisetzung von Botenstoffen (Neurotransmittern) im Gehirn vermitteln. Weitere Vorträge behandeln die Mechanismen von Arteriosklerose und Gefäßverschluss. Den Einfluss von körperlicher Arbeit und Sport auf Stoffwechsel und die Abwehr gegen Infektionskrankheiten ist ein weiteres wichtiges Kapitel des Kongresses. Weitere Themen sind die Ursachen von arterieller Hypertonie, von Diabetes mellitus, von Epilepsie, von Anämie, Sehstörungen und Taubheit. Schließlich wird diskutiert, auf welche Weise einzelne Zellen des Körpers in den geplanten Selbstmord getrieben werden und wie die Verweigerung dieser Zellen zu Tumoren führen können.

 

Nähere Informationen:

Prof. Dr. Florian Lang, Institut für Physiologie, Gmelinstr. 5, 72076 Tübingen,
Tel.: (0 70 71) 29 7 21 94, Fax: 29 56 18, E-Mail: florian.lang@uni-tuebingen.de

Media Contact

Michael Seifert idw

Weitere Informationen:

http://www.uni-tuebingen.de/DPG2002

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Neue Simulationsmöglichkeiten für strömungs- und energietechnische Untersuchungen

Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Dresden hat seine Simulationsmöglichkeiten am Standort erweitert, um strömungs- und energietechnische Vorgänge in Materialien noch besser untersuchen zu können. Durch die…

Messung der Trackingreichweite bei VR-Trackingsystemen

Head-Mounted Displays Für die Analyse wurde die Trackingreichweite der Trackingsysteme bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten gemessen und verglichen. Im Rahmen des Projekts Applikationszentrum V/AR stellt das Virtual Dimension Center (VDC) jetzt seine…

Der Nordatlantik verändert sich, aber die Zirkulation ist stabil

Neue Studie zeigt Kontrast zwischen Ozean-Eigenschaften und Strömungen. Im Zuge des Klimawandels verändern sich auch Eigenschaften des Nordatlantiks wie Sauerstoffgehalte, Temperaturen oder Salzgehalte – und zwar bis in große Tiefen….

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close