Forschungsperspektiven bei Infektion und Entzündung

Hochkarätiges Wissenschaftlertreffen der Sonderforschungsbereiche und Graduiertenkollegs

„Infektion und Entzündung“ ist das Thema eines bundesweiten Treffens von Sonderforschungsbereichen und Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), das vom 14. – 16. Juni 2001 in Lübeck stattfindet. Zu der hochkarätigen wissenschaftlichen Veranstaltung, die in dieser Form erstmalig stattfindet, kommen etwa 100 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus den führenden Forschungsgruppen Deutschlands an die Medizinische Universität zu Lübeck (MUL). Tagungsbeginn ist am Freitag, dem 15. Juni 2001, um 8.30 Uhr im Hörsaal V 1.

Neben Infektionskrankheiten und entzündlichen und degenerativen Prozessen wie den rheumatologischen Erkrankungen befasst sich die Tagung besonders auch mit dem Wachstum von Tumorzellen. Von besonderem Interesse sind dabei die molekularen, mikrobiologischen, immunologischen und biochemischen Ursachen dieser Erkrankungen auf der Ebene der einzelnen Zelle und der Zellkommunikation. Organisatoren und Gastgeber der Lübecker Tagung sind Prof. Dr. med. Wolfgang Jelkmann, Institut für Physiologie der MUL, Prof. Dr. rer.nat. Ernst Th. Rietschel, Abteilung für Immunchemie und biochemische Mikrobiologie des Forschungszentrums Borstel, und Prof. Dr. med. Werner Solbach, Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der MUL. Sie vertreten den in Lübeck und Borstel betriebenen Sonderforschungsbereich 367 („Molekulare Mechanismen entzündlicher und degenerativer Prozesse“) und das mit dem SFB verbundene Graduiertenkolleg 288 („Strukturen und Mediatoren der Zellinteraktion“).

Sonderforschungsbereiche sind langfristige Forschungseinrichtungen der Hochschulen, in denen Wissenschaftler im Rahmen fächerübergreifender Forschungsprogramme zusammenarbeiten. Sonderforschungsbereiche werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt und genügen besonders hohen wissenschaftlichen Ansprüchen. An der Lübecker Tagung sind auch die Sonderforschungsbereiche 263 („Immunologische Mechanismen bei Infektion, Entzündung und Autoimmunität“, Erlangen), 293 („Mechanismen der Entzündung: Interaktionen von Endothel, Epithel und Leukozyten“, Münster), 415 („Spezifität und Pathophysiologie von Signaltransduktionswegen“, Kiel), 542 („Molekulare Mechanismen Zytokin-gesteuerter Entzündung: Signaltransduktion und pathophysiologische Konsequenzen“, Aachen), 566 („Zytokin-Rezeptoren und zytokin-abhängige Signalwege als therapeutische Zielstrukturen“, Hannover) und 576 („Fakultative mikrobielle Pathogenität und angeborene Immunität“, München) sowie die Graduiertenkollegs 19 („Intrazelluläre Kommunikation und Signaltransduktion bei pathophysiologischen Prozessen“, Rostock) und 520 („Immunomodulation“, Würzburg) beteiligt.

Ein gemeinsames Treffen aller am Thema „Infektion und Entzündung“ arbeitenden Sonderforschungsbereiche und Graduiertenkollegs hat es bisher nicht gegeben. Die Veranstalter erwarten von dem wissenschaftlichen Austausch eine Vielzahl neuer Anregungen und Perspektiven für die weiteren Forschungsarbeiten auf diesem medizinisch hoch bedeutsamen Gebiet.

Ansprechpartner für Medien

Rüdiger Labahn idw

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