Emissionen im Test: Wissenschafter diskutieren Möglichkeiten der Schadstoffreduktion

Feinstaub ist in den letzten Jahren zum Feindbild der Städter geworden: Die Menschen fürchten seine gesundheitsschädigende Wirkung. Aber auch Kohlendioxid erregt als „Klimakiller“ vermehrt Aufmerksamkeit.

Geht es um mögliche Maßnahmen, die die Belastung reduzieren, sind meist auch Forscher eingebunden, die die Planung mit umfassenden Tests und Prognosen unterstützen. Für zwei Tage wird Graz ab Montag, 16. Juni 2008, zu einem Zentrum der Emissionsforschung: Rund 100 Wissenschafter diskutieren neue Methoden, mit denen sich Emissionen von Fahrzeugen und deren Folgen für die Umwelt berechnen lassen.

Wird eine neue Straße gebaut, lassen sich Veränderungen der Luftgüte durch den Verkehr bereits vorher abschätzen: Wissenschafter berechnen die Folgen für die Umwelt am PC und können so schon in der Planungsphase wertvollen Input für Verbesserungen anbieten. „Die globale Erwärmung durch den viel zu hohen Co2-Ausstoß, aber auch Emissionen wie Feinstaub haben den Handlungsbedarf in diesem Bereich verschärft. Maßnahmen, die die schädlichen Auswirkungen des Verkehrs auf die Umwelt verringern, sind dringend notwendig“, erklärt Stefan Hausberger vom Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik, der die Konferenz kommende Woche leitet. Wissenschafter helfen hier „leere Kilometer“ zu sparen: „Simulationsmethoden am Computer erlauben uns Vorhersagen zu treffen, wie sich bestimmte Maßnahmen auf die Luftgüte auswirken.“ Die Forscher sind etwa eingebunden, wenn es gilt, feinstaubsenkende Maßnahmen zu finden: „Alle großen Städte der Welt suchen Lösungen. Als Wissenschafter arbeiten wir in der ersten Reihe daran mit, umweltgerechte Antworten zu finden“, so Hausberger.

Zum internationalen Grazer Symposium reisen rund 100 Mitarbeiter von universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen an, um sich im Rahmen des Expertenforums auszutauschen. Die Tagung findet bereits zum 16. Mal statt; Graz, das französische Avignon und Boulder in Colorado, USA wechseln sich als Veranstaltungsorte ab.

16th International Symposium „Transport and Air Pollution“
Zeit: 16.-17. Juni 2008
Ort: Grazer Congress
Rückfragen:
Ao.Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Stefan Hausberger
Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik
Email: hausberger@vkmb.tugraz.at
Tel: 0316 873 7714

Media Contact

Alice Senarclens de Grancy idw

Weitere Informationen:

http://www.tugraz.at

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Erfolg für Magdeburger Wissenschaftler*innen mit einem „Brutkasten“ für die Lunge

Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie 2020 geht an Chirurg*innen der Universitätsmedizin Magdeburg Die Arbeitsgruppe „Experimentelle Thoraxchirurgie“ der Universitätsmedizin Magdeburg unter der Leitung von Dr. Cornelia Wiese-Rischke wurde für die…

Mehr als Muskelschwund

Forschungsnetzwerk SMABEYOND untersucht Auswirkungen der Spinalen Muskelatrophie auf Organe Spinale Muskelatrophie (SMA) ist eine erblich bedingte neurodegenerative Erkrankung. Dabei gehen die motorischen Nervenzellen im Rückenmark und im Hirnstamm allmählich zugrunde,…

Molekulare Bremse für das Wurzelwachstum

Die dynamische Änderung des Wurzelwachstums von Pflanzen ist wichtig für ihre Anpassung an Bodenbedingungen. Nährstoffe oder Feuchtigkeit können je nach Standort in höheren oder tieferen Bodenschichten vorkommen. Daher ist je…

By continuing to use the site, you agree to the use of cookies. more information

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close