Outsourcing – Megatrend oder Modeerscheinung?

Auslagerung des IT-Infrastrukturmanagements ist und bleibt ein Thema für IT-Experten und Unternehmensleitungen. Hat man bis vor wenigen Jahren Outsourcing nur unter dem Gesichtswinkel der Kostenreduzierung gesehen, so ändert sich das massiv.

Ist – oder besser soll – IT Infrastrukturmanagement eine unserer Kernkompetenzen darstellen? Wollen wir am Markt durch unsere Produkte, deren Qualität und Preis-Leistungsführerschaft und anderem eine dominierende Stellung einnehmen? Ist es eine „competitive advantage“, wenn ich z.B. als Autohersteller innerhalb von Tagen alle Kundenwünsche, alle Extras erfüllen und das Auto frei Haus liefern kann? Oder benötige ich dazu eine hoch spezialisierte IT-Truppe, die meine Server, mein Netzwerk, meine PCs betreut und darüber hinaus noch mit einem Helpdesk meinen Mitarbeitern zur Seite steht?

Häufig wird auch die Frage der Standardisierung in den Raum gestellt. Arbeitet unsere IT-Abteilung nach dem ITIL Standard? Sind die „Gehirne“ meiner Mitarbeiter unersetzlich, weil nur dort die ganze Dokumentation bereit liegt? Wie sicher betreibe ich meine IT-Anwendungen angesichts potentieller Personalfluktuationen?

Ein weiterer Punkt betrifft das Technologiemanagement. Habe ich genug – qualitative und quantitative – Personalkapazitäten, um neue Technologien, die den Unternehmenserfolg positiv beeinflussen können, zu antizipieren, zu testen und schließlich zu nutzen?

Und schließlich – last not least – die Kostenfrage. Benötige ich ein Rechenzentrum, das ich selbst manage? Muss ich die Gebäude-, Personal- und Sachkosten bereitstellen, um ein Inhouse-Rechenzentrum zu betreiben? Wie begrenze ich die Risken von Datenverlust, Naturkatastrophen, Stromausfällen etc.? Zahlen zu nennen ist zwar schwierig und gefährlich, aber die Erfahrung zeigt, dass Kostenreduzierungen von zumindest 15% erreichbar sind.

Drei Funktionen beschäftigen sich vornehmlich mit dem Thema „Outsourcing“: Das IT- und Unternehmensmanagement einerseits, die sogenannten „Service Provider“, also die „Lieferanten“ des Outsourcing Service und die Berater, die jedes potentielle Outsourcing-Szenario zu analysieren, quantifizieren und schlussendlich zu empfehlen in der Lage sind.

Letztere gelten als kritische Erfolgsfaktoren, denn trotz vieler pro-Outsourcing Argumente gibt es eine lange Liste von Mißerfolgen. Die ADV Fachtagung „Infrastruktur-Outsourcing“ am 5. Juni in Wien wird die Anzahl der geglückten Outsourcingprojekte zu erhöhen versuchen.

Die Referenten der Fachtagung sind:
– Dipl.-Ing. Dr. Werner Aumayr, AMAG-IT / CIO, Austria Metall AG
– Dipl.-Ing. (FH) Peter Berner, geschäftsführender Gesellschafter WURM & Partner Unternehmensservice GmbH
– Dipl.-Ing. Johannes Guger, GF ViaNova IT-Consulting e. U.
– Dr. Heinz Jedlicka, heinz jedlicka benchmarking KEG
– Michael Lana, Managing Partner, MLBC Beratergruppe
– Mag. Peter Niederleithner, GF, Raiffeisen Informatik GmbH
– Dipl.-Ing. Christian Polster, Director Global Infrastructure Operations, Siemens IT Solutions and Services CEE
– Dr. René Riedl, Johannes Kepler Universität Linz
– Karl-Heinz Täubel, Geschäftsführer unit-IT GmbH & Co KG
– Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Michael Terényi
– Mag. Christoph Weiss, IT-Berater, ADV-Vorstandsmitglied
Freuen Sie sich auf eine spannende Fachtagung!
Die detaillierte Einladung mit Anmeldeformular: http://www.adv.at/veranstaltungen/programme/Outsourcing_20080605.pdf

Ansprechpartner für Medien

Gen.Sekr. Johann Kreuzeder pressetext.austria

Weitere Informationen:

http://www.adv.at

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