Biodiversity Research- Safeguarding the Future

Die dort erarbeiteten, aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Veränderungen, zum Erhalt und zur Erfassung der Biodiversität sollen in die internationalen politischen Prozesse ein gebracht werden.

Dies ist dringend notwendig, da bereits der Verlust weniger Arten ökologische Prozesse beeinträchtigt, welche für die Menschheit einen großen Wert und Nutzen haben.

Zur Pressekonferenz am:

Freitag, 16. Mai 2008,
12.00 Uhr
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Hauptgebäude –
Große Aula
Regina-Pacis-Weg 3
D-53113 Bonn
laden wir herzlich ein.
Die Vorkonferenz besteht aus drei Themenbereichen, die von besonderer Dringlichkeit sind:

1. Acceleration of Biodiversity Assessment and Inventorying (Beschleunigung der Erfassung der Artenvielfalt): Zur Zeit sind die Wissenschaftler nicht in der Lage, in der erforderlichen Zeitspanne dringend benötigte Angaben über die Veränderung der Zusammensetzung von Lebensgemeinschaften und die Bedrohung von Arten in Landschaften zu machen. Die Ursachen liegen darin, dass konventionelle Methoden der Identifikation von Arten zu langsam sind und weil die vorhandenen Datenbanken keine ausreichenden Informationen über bekannte Arten enthalten. Es gibt auf der Welt kein einziges Naturreservat, für das ein Inventar der vorhandenen Arten vorliegt. Dies bedeutet, dass Fragen über die Folgen der globalen Erwärmung für das Risiko des Verlustes der biologischen Vielfalt nicht beantwortet werden können.

Die Teilnehmer des Symposiums werden diese Probleme diskutieren und neue Technologien vorstellen, die eine Überwindung der derzeitigen Hindernisse ermöglichen könnten.

2. Biodiversity: Functions and uses (Funktion und Nutzen der Artenvielfalt): Arten spielen eine entscheidende Rolle in der Entwicklung, Erhaltung und Stabilität von Ökosystemen. Weiterhin liefern biologische Organismen einen Schatz von Produkten, ökologischen Leistungen und anderer Werte für die menschliche Gesellschaft, einschließlich genetischer Ressourcen. Daher ist der Verlust von Arten auch ein Verlust von Lebensqualität für die Menschen.

Im Blickpunkt des Symposiums stehen die Leistungen von Ökosystemen (zum Beispiel Wasser, Sauerstoff, fruchtbare Böden), die menschliche Nutzung der Natur und Wege, die Nachhaltigkeit ermöglichen. Die biologische und ökonomische Bedeutung der Leistungen von Ökosystemen wird im Licht der ökonomischen Mechanismen diskutiert, die eine weitere Erhaltung wahrscheinlich machen. Weiterhin werden die potentiellen Anwendungen von Naturprodukten im Gesundheitssektor und die Nachahmung von Erfindungen der Natur vorgestellt. Ebenso werden rechtliche Rahmenbedingungen nationaler und internationaler Regulierungen diskutiert, die eine faire Beteiligung an Gewinnen sowie den Zugang zu Forschungsobjekten ermöglichen.

3. Biodiversity Change – The 2010 Target and Beyond (Veränderung der Artenvielfalt: Das 2010 Ziel und darüber hinaus): Das Milleniumziel 7 „Nachhaltigkeit“ umfasst das „2010 Ziel“: die Verpflichtung, bis 2010 den Verlust an Arten zu drosseln (Stopp des Biodiversitätsverlusts). Diese Verpflichtung wurde im Jahr 2002 durch die CBD (Convention on Biological Diversity) beschlossen.

Um dieses Ziel zu erreichen, muss unter anderem in ausgewählten Beobachtungsstationen die Erfassung der Artenvielfalt und die Registrierung der Veränderungen betrieben werden. Das Management der Artenvielfalt wird durch den offensichtlichen Mangel an Beobachtungsdaten behindert. Die erforderliche Genauigkeit und Vergleichbarkeit der Analysen der Artenbestände ist nicht verfügbar.

Das Symposium betont die Notwendigkeit der Einrichtung eines globalen Netzwerks von Biodiversitätsobservatorien, die ähnlich wie Wetterstationen regelmäßig Daten über den Zustand von Ökosystemen, insbesondere über den Artenbestand liefern. Diese Daten werden benötigt, um das wissenschaftliche Verständnis der Prozesse zu verbessern, die Vielfalt in der Natur erhalten oder verändern, und um das öffentliche Bewusstsein über die ökonomische Bedeutung und ökologische Relevanz von Biodiversität zu fördern.

Die Konferenz wird organisiert von: IUBS (International Union of Biological Societies) und den Gastgebern in Bonn (Museum Koenig, NEES Institute, Universität Bonn). Sie wird gefördert und unterstützt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), DIVERSITAS, und der Firma SolarWorld AG.

Ort der Tagung: Hauptgebäude der Universität Bonn, – Hörsaal X, Regina-Pacis-Weg 3, D-53113 Bonn

Ansprechpartner
Prof. Dr. Wolfgang Wägele
Zoologisches Forschungsmuseum Alexander Koenig
Adenauerallee 160
53113 Bonn
Tel. 0228 9122 200
E-Mail:
w.waegele.zfmk@uni-bonn.de

Media Contact

Sabine Heine idw

Weitere Informationen:

http://www.zfmk.de/preCOP9/

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