Herrschaft unter Spannung

Hätte die internationale Bankenkrise durch bessere Governance-Strukturen abgewendet werden können? Wie vertragen sich soziale Verantwortung und Gewinnmaximierung? Werden deutsche Manager angemessen bezahlt? Und wäre eine Ausbildung zum Aufsichtsrat wünschenswert? – Auch diese Fragen stehen auf dem Programm des „I. Kongresses für Corporate Governance“ am 20. und 21. Juni 2008 an der Universität Witten/Herdecke.

Corporate Governance – wörtlich: Regierung von Körperschaften – gehört unter nationalen und internationalen Ökonomen mittlerweile zu den meistdiskutierten Themen. Das ausrichtende Institut für Corporate Governance (ICG) erwartet als Referenten unter anderem die Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, die auch die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen hat, den Vorstandsvorsitzenden der Arcandor AG (vormals KarstadtQuelle) Dr. Thomas Middelhoff und Prof. Dr. Dr. Manuel R. Theisen, Dekan der Wirtschaftsfakultät der Ludwigs-Maximilians-Universität München.

Zur Zielgruppe des Kongresses gehören Vorstände und Aufsichtsräte großer Unternehmen, daneben Wissenschaftler und Politiker, aber auch Vertreter von Unternehmensberatungen, Stiftungen und Gewerkschaften. Das Motto des Kongresses, „Herrschaft unter Spannung“, zieht sich wie ein roter Faden durch die geplanten Programmpunkte. Gegenübergestellt werden beispielsweise Regulierungsbedarf und Überregulierung, die alte „Deutschland AG“ und neue Eigentümerstrukturen sowie Kontrolle und Vertrauen in Bezug auf Führungsgremien.

„Der Kongress wird Wissenschaft und Praxis ein Forum bieten und damit die Corporate Governance Debatte in Deutschland stimulieren“, sagt Maxim Nohroudi Mitbegründer und Managing Director des Instituts. „Darüber hinaus wird sich das ICG während des Kongresses konstituieren und sich erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorstellen.“

Nach seiner Gründungsphase ist das ICG mittlerweile ein fester Bestandteil in Forschung und Lehre der Universität Witten/Herdecke. Das erste universitäre Institut seiner Art in Deutschland wurde ins Leben gerufen, um die Führung und Aufsicht von Wirtschaftsunternehmen und anderen Organisation zu verbessern und dabei Fragen von Effizienz, Kultur und Ethik in die wissenschaftliche und praktische Auseinandersetzung mit einzubeziehen.

Kontakt:
Jakob Müller, 02302/926-538, 0160-95678211, jakob.mueller@uniwh.de
Maral Purmandi, Tel. . 02302/926-538, 0178-3365004, spurmandi@uni-wh.de

Ansprechpartner für Medien

Bernd Frye, idw

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