Präzision auf dem Vormarsch

Wie kann die zunehmende Einführung dieser Technologie möglichst reibungslos und wirksam erfolgen? Die Konferenz findet in der Berliner Kalkscheune statt.

Nach Angaben des Forschungsprojektes pre agro nutzen bisher acht Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland Precision Farming-Technologien.

„Akzeptanz und Nachfrage dieser innovativen Technologie sind in den vergangenen Jahren signifikant gestiegen“, freut sich Dr. Armin Werner, Leiter des Forschungsverbundes. Im Rahmen von pre agro haben Experten aus Wissenschaft, Industrie, Praxis und Beratung seit 1999 umfassend an der Entwicklung und Verbreitung von Hochtechnologien in der Landwirtschaft gearbeitet.

In offenen Foren und Workshops stellen die Projektpartner auf der Abschlusstagung ihre Forschungsergebnisse vor und diskutieren die Anforderungen des Wissenstransfers in die Praxis. Zudem wird dargelegt, wie sich diese Technologie in Europa und weltweit entwickelt. Die Konferenz richtet sich an Landwirte, Multiplikatoren wie Berufs- und Hochschullehrer sowie Vertreter aus Beratung, der landwirtschaftsnahen Verwaltung und Verbänden.

Um die Praxiseinführung einer informationsgeleiteten Pflanzenproduktion auch nach Projektende zu unterstützen und weiterhin zu forcieren, sollen zusammen mit allen Beteiligten konkrete Handlungspläne entworfen werden. „Unsere Veranstaltung markiert zwar den Abschluss des Forschungsprojektes. Sie soll aber auch der Beginn für weitere Maßnahmen sein“, skizziert Dr. Werner den besonderen Charakter der Konferenz.

Zu den Referenten zählen neben den zahlreichen Projektpartnern u.a. Carl-Albrecht Bartmer, Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), Johannes Scharl vom Bundesvorstand des Bundes der Deutschen Landjugend (BDL), Professor Dr. Marion Weissenberger-Eibl, Leiterin des Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (Karlsruhe), Eduard Bruckner vom Nestec-Konzern (Schweiz) sowie Marc Vanacht, AG Business Consultant aus den USA.

Anmeldungen sind bis zum 15. Februar 2008 möglich. Veranstaltungsort ist die Berliner Kalkscheune, Johannisstraße 2, 10117 Berlin (http://www.kalkscheune.de). Die Teilnahmegebühr beträgt 150 Euro, ermäßigt 100 Euro, und beinhaltet Tagungsmaterialien, Verpflegung und die Teilnahme am Abendprogramm. Das Veranstaltungsprogramm sowie das Anmeldeformular sind im Internet unter http://www.preagro.de abrufbar.

Was ist Precision Farming?

„Mit Precision Farming haben moderne Informationstechnologien im landwirtschaftlichen Betrieb Einzug gehalten. Diese unterstützen die Landwirte mittels neuer Sensoren, Bordcomputer, Satellitenortung und elektronisch steuerbaren Anbaugeräten“, so Dr. Werner.

Warum Precision Farming?

Die Landwirtschaft in Mitteleuropa stellt sich aktuell besonderen Herausforderungen. Neue Märkte, neue Produktionsverfahren und -technologien bieten interessante unternehmerische Chancen. Steigende Betriebsmittelkosten erhöhen die Notwendigkeit einer wirtschaftlichen, oft genaueren und damit auch ressourceneffizienten Betriebsführung. „Auch die Anforderungen der Gesellschaft an eine nachhaltige, transparente und rückverfolgbare Produktion von Lebensmitteln wächst kontinuierlich“, beschreibt Dr. Armin Werner die veränderten Rahmenbedingungen. Mit den Techniken des Precision Farming sei es möglich geworden, den Pflanzenbau mit umfassenden Informationen standortangepasst, aber auch teilflächenspezifisch durchzuführen. Der effizientere Ressourceneinsatz könne ökonomische Betriebsergebnisse verbessern und ökologische Belange berücksichtigen.

Weitere Informationen finden Sie im Internet: http://www.preagro.de/

Kontakt

Kirstin Wulf
preagro-Pressestelle
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) gGmbH
Potsdamer Straße 105
10785 Berlin
030-884 594-16
0176-26365512
kommunikation@ioew.de
Dr. Frank Dreger & Dr. Jürgen Schwarz
preagro-Projektkoordination
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.
Eberswalder Straße 84
15374 Müncheberg
Tel: 033432-82257, -423
dreger@zalf.de,
jschwarz@zalf.de

Ansprechpartner für Medien

Kirstin Wulf idw

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreib Kommentar

Neueste Beiträge

Diamanten brauchen Spannung

Diamanten faszinieren – nicht nur als Schmucksteine mit brillanten Farben, sondern auch wegen der extremen Härte des Materials. Wie genau diese besondere Variante des Kohlenstoffs tief in der Erde unter…

Die Entstehung erdähnlicher Planeten unter der Lupe

Innerhalb einer internationalen Zusammenarbeit haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Astronomie in Heidelberg ein neues Instrument namens MATISSE eingesetzt, das nun Hinweise auf einen Wirbel am inneren Rand einer planetenbildenden Scheibe…

Getreidelagerung: Naturstoffe wirksamer als chemische Insektizide

Senckenberg-Wissenschaftler Thomas Schmitt hat die Wirksamkeit von Kieselerde und einem parasitischen Pilz als Schutz vor Schadinsekten an Getreide im Vergleich zu einem chemischen Insektizid untersucht. Gemeinsam mit Kollegen aus Pakistan…

Partner & Förderer

Indem Sie die Website weiterhin nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. mehr Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind so eingestellt, dass sie "Cookies zulassen", um Ihnen das bestmögliche Surferlebnis zu bieten. Wenn Sie diese Website weiterhin nutzen, ohne Ihre Cookie-Einstellungen zu ändern, oder wenn Sie unten auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

schließen