7. EUROFORUM-Jahrestagung: Betreuung privater Vermögen 2009

Nach über zweijährigem Ringen um eine Erbschaftsteuerreform zeichnet sich nun eine Lösung bis Ende des Jahres ab. Der Kompromiss der großen Koalition ist zwar weiter umstritten, sieht aber für Familienunternehmen eine Steuerbefreiung vor, wenn der Betrieb im Kern zehn Jahre weitergeführt wird und eine bestimmte Anzahl von Arbeitsplätzen erhalten bleibt. Wenn die Substanz eines Unternehmens allerdings nur sieben Jahre fortgeführt wird, werden 15 Prozent Steuer fällig. (Quelle: tagesschau.de, 25.11.2008)

Die 7. EUROFORUM-Jahrestagung „Betreuung privater Vermögen 2009“ (29. und 30. Januar 2009, Bergisch Gladbach) greift die Auswirkungen der Erbschaftsteuerreform auf die Vermögensstrukturierung auf. Die Rechtslage nach in Kraft treten der Erbschaftsteuerreform am 1. Januar 2009 erläutert unter anderen Wilfried Mannek (Finanzministerium des Landes NRW). Neben den neuen Bewertungsgrundlagen für Grundbesitz und betriebliches Vermögen geht er auf neue Verschonungs- und Behaltungsregelungen, Steuerklassen, Steuertarife und Freibeträge ein.

Ab dem 1. Januar 2009 wird auch die Kapitalertragsteuer durch die Abgeltungsteuer ersetzt. Die Auswirkung der Abgeltungsteuer auf die Vermögensverwaltung ist eines der Themen von Dr. Michael Schwenke (Bayerisches Staatsministerium der Finanzen). Er geht darüber hinaus auf grenzüberschreitende Sachverhalte und Quellensteueranrechnungen ein. Die Steuervorteile, die durch eine Verlagerung von Vermögen ins Ausland bisher möglich sind, sollen nach Plänen des EU-Steuerkommissars Laslo Kovacs durch eine Verschärfung der EU-Zinsbesteuerungsrichtlinie eingeschränkt werden. Demnach sollen künftig nicht nur natürliche Personen, sondern auch Begünstigte hinter Stiftungen, Trusts und steuerbefreiten Gesellschaften außerhalb der EU unter die Quellensteuerpflicht fallen.

Über die Folgen der Finanzrechtsprechung auf die Betreuung privater Vermögen spricht der Steuer- und Rechtsexperte Prof. Dr. Georg Crezelius (Otto-Friedrich-Universität Bamberg). Er geht unter anderen auf Fallstricke bei privat gehaltenen Beteiligungen an Kapitalgesellschaften sowie auf ertragsteuerrechtliche Probleme bei Einbringung in inländische und ausländische Familienstiftungen ein. In der großen Podiumsdiskussion der etablierten EUROFORUM-Jahrestagung für Vermögensverwalter gehen die Referenten des Tages auf aktuelle Praxisfälle zur Besteuerung privater Vermögen ein.

Mit der „Germany 1 Acquisition Limited“ hat die Deutsche Bank im Sommer das erste sogenannte „SPAC“ (Special Purpose Acquisition Company) an die Börse gebracht. Mit diesem Finanzinstrument soll auch Mittelständlern die Möglichkeit eröffnet werden, Finanzmittel über den Kapitalmarkt zu genieren. Dafür wird eine zunächst leere Unternehmenshülle an die Börse gebracht, die später durch die Beteiligung an einem Mittelständler zum Leben erwachsen soll. Roland Framhein (Deutsche Bank) stellt die Funktionsweisen von SPACs im Unterschied zum klassischen Private Equity vor und erläutert deren Perspektiven auf dem deutschen Markt.

Ausgewählte Praxisfälle bei der Strukturierung von Großvermögen wie beispielsweise Strategien zur optimalen Verlustnutzung zeigt der Vorsitzende der Jahrestagung Prof. Dr. Andreas Söffing (SJ Berwin LLP) auf.

Das vollständige Programm ist abrufbar unter:
www.euroforum.de/inno-vermoegen09

Weitere Informationen:
Dr. phil. Nadja Thomas
Senior-Pressereferentin
EUROFORUM – ein Geschäftsbereich der Informa Deutschland SE
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