200 Wissenschaftler informieren sich über NTH-Forschungsnetzwerk

Im vierten Jahr ihres Bestehens kann die NTH auf zahlreiche innovative Forschungsprojekte wie etwa die Top-down- und Bottom-up-Projekte blicken, von denen einige jetzt abgeschlossen werden. Wie die NTH die Wissenschaft zwischen den Partneruniversitäten erfolgreich vernetzt, präsentiert sie heute auf dem Technisch-Wissenschaftlichen Symposium in der Aula Academica der TU Clausthal. 200 Wissenschaftler informieren sich dort über das Forschungsnetzwerk und stellen dabei ausgewählte Forschungsvorhaben selbst vor.

Ein bereits erfolgreich abgeschlossenes Projekt ist die „NTH School für IT-Ökosysteme“. Hier haben 40 Informatiker der NTH-Mitgliedsuniversitäten aus Braunschweig, Clausthal und Hannover gemeinsam Lösungen für die strukturierte Weiterentwicklung von vernetzten, softwareintensiven Systemen erarbeitet. „Zahlreiche Folgeprojekte sind bereits auf den Weg gebracht“, lobt Prof. Thomas Hanschke, Vorsitzender des NTH-Präsidiums, die Kooperation der drei Standorte. Das Projekt dokumentiere eindrucksvoll, wie sehr die Informatik von der NTH profitiert habe.

Doch nicht nur die Forschung, auch die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses steht auf der Agenda. So will die NTH die Doktorandenausbildung weiter ausbauen, verbessern und vernetzen. Auf dem Symposium erläutert Professor Peter Wriggers, Leiter des Instituts für Kontinuumsmechanik der Leibniz Universität Hannover, seinen Antrag „NTH International School of Engineering Sciences“.

Dahinter steht die Idee einer gemeinsamen Doktorandenausbildung innerhalb der NTH, die langfristig eine Basis für eine interdisziplinäre und standortübergreifende Doktorandenausbildung schaffen soll. „Damit wird es möglich, an den unterschiedlichen Standorten vorhandene Ressourcen gemeinsam zu nutzen und so ein Zusammenwachsen der Universitäten zur NTH voranzutreiben“, erklärt Professor Wriggers.

Dass die NTH thematisch nicht nur um sich selbst kreisen möchte, zeigt der Austausch mit externen Wissenschaftlern. Mit Gastredner Professor Martin Faulstich konnte ein renommierter Experte zum gesellschaftlich relevanten Thema Energiewende gewonnen werden. Die Botschaft Faulstichs auf dem Technisch-Wissenschaftlichen Symposium lautet: „Die nachhaltige Industriegesellschaft wird eine regenerative Stromgesellschaft sein.“

In seinem Vortrag lässt der Wissenschaftler der Technischen Universität München sein Insiderwissen einfließen, das er als Vorsitzender des Sachverständigenrates für Umweltfragen die Bundesregierung, Mitglied in verschiedenen Kuratorien und Beiräten, etwa dem „ifo Institut für Wirtschaftsforschung“ und dem „Potsdam Institut für Klimafolgenforschung“ sowie derzeit Senior Fellow des „Institute for Advanced Sustainability Studies“ erworben hat.

Niedersachsens Wissenschaftsministerin Professorin Johanna Wanka betont in ihrem Grußwort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die NTH habe sich in der kurzen Zeit „sehr positiv entwickelt“. Sie wünsche sich, dass die Beteiligten noch intensiver aufeinander zugingen. Die Landesregierung stehe dabei zur NTH und werde „den begonnenen Profilierungsprozess weiterhin unterstützen“.

Media Contact

Christian Ernst idw

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