12. Berliner Gespräche zum Gesundheitswesen

Die Neuordnung der vertragsärztlichen Bedarfsplanung hat nun Eingang in ein konkretes Gesetzgebungsvorhaben der Bundesregierung, das Versorgungsgesetz, gefunden. Neben der Frage, wie bei zunehmendem Ärztemangel eine wohnortnahe Versorgung sichergestellt werden kann, werden durch dieses Gesetzgebungsvorhaben jedoch insbesondere auch Fragen der Reform der ambulanten Leistungserbringung durch Ärzte und Krankenhäuser angesprochen.

Die Gesetzgebung der letzten Legislaturperiode hat den Kreis der gründungsberechtigten Leistungserbringer bei Medizinischen Versorgungszentren sehr weit gefasst und die ambulante Behandlung im Krankenhaus für hochspezialisierte Leistungen und besondere Erkrankungen nach § 116b SGB V jenseits der vertragsärztlichen Versorgung und ohne Bedarfsprüfung zugelassen. Dies hat zu einer unnötigen Verschärfung des Wettbewerbs, insbesondere zwischen Ärzten und Krankenhäusern geführt, die eine sektorenübergreifende Zusammenarbeit zunehmend erschwert hat. Der vom BMG vorgelegte Arbeitsentwurf des Versorgungsgesetzes sieht insofern eine kritische Überprüfung dieses Prozesses vor. Andererseits will auch die jetzige Bundesregierung an der Gründungsberechtigung von Krankenhäusern bei MVZ festhalten und den Prozess einer besseren Verzahnung der Sektoren weiter fortsetzen.

Die diesjährigen 12. Berliner Gespräche zum Gesundheitswesen geben Ihnen einen Überblick über das Gesamtvorhaben des Versorgungsgesetzes sowie über besondere Schwerpunkte der nächsten Gesundheitsreform.

Folgende Referenten werden Ihr Expertenwissen mittels Vorträgen und Diskussionsrunden an Sie weitergeben:

 MinR Joachim Becker, Unterabteilungsleiter Krankenversicherung, Bundesministerium für Gesundheit, Bonn

 Prof. Dr. jur. Stefan Huster, Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht mit besonderer Berücksichtigung des Sozialrechts, Ruhr-Universität Bochum

 Franz Knieps, Partner Wiese Consult, Berlin

 MinDirig Dr. Gerhard Knorr, Abteilungsleiter Krankenhausversorgung, Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit

 Dr. Winfried Leßmann, Geschäftsführer RNR Medizinische Versorgungszentren GmbH, Leverkusen

 Dr. Bernd Schütze, Richter am Bundessozialgericht, Kassel

 Univ.-Prof. Dr. Jürgen Wasem, Lehrstuhlinhaber für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen

Die 12. Berliner Gespräche zum Gesundheitswesen beschäftigen sich mit den Auswirkungen der Veränderungen auf die ambulanten Versorgungsstrukturen und die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Krankenhäusern. Wir möchten Sie auch mit der diesjährigen Veranstaltung wieder über die aktuellen gesetzgeberischen Änderungen im Gesundheitsmarkt detailliert informieren und Ihnen praktische Hinweise geben.

Seien Sie dabei, wenn am 4. November 2011, im Auditorium Friedrichstrasse, ausführlich über aktuelle Trends & Neuerungen des Deutschen Gesundheitssystems informiert und diskutiert wird!

Dr. jur. Peter Wigge
Tagungsleitung

PS: Weitergehende Informationen zum Tagungsprogramm finden Sie auf der Homepage www.gesundheitsgespraeche-berlin.de.
Gleich anmelden und 100,- € Frühbucherrabatt sichern!

I.O.E. hat auch in diesem Jahr wieder die Organisation der „Berliner Gespräche zum Gesundheitswesen“ übernommen.
I.O.E.
Beraten – Informieren – Organisieren
Dagmar Shenouda
-Dipl. Ökonomin/Medizin(FH)-

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