Bestimmung des Verhältnisses von Wasser zu Zement, das beim Anmachen des Betons eingestellt wurde

Der w/z-Wert, der durch das Verhältnis von Wasser zu Zement, das beim Anmachen des Betons eingestellt wurde, definiert ist, besitzt einen großen Einfluss auf die tatsächlichen Eigenschaften des Betons. Der w/z-Wert lässt sich bisher nicht zuverlässig bestimmen.Durch Anfärben einer kleinen Probe eines zementhaltigen Mörtels kann nun der w/z-Wert durch Bildverarbeitung und Vergleich mit tabellierten Werten auch im Nachhinein ermittelt werden. Bei identischem Alter der Proben ist der w/z-Wert dann höher, wenn ein höherer Porenanteil vorliegt. Damit dringt eine dunkel angefärbte Verwitterungsfront weiter in das Probeninnere vor (siehe Bild von links nach rechts).

Das neue Verfahren zur Bestimmung des w/z-Wertes arbeitet schnell und mit geringem Aufwand. Die Zeitspanne zwischen der Probennahme und dem Erhalt der gut reproduzierbaren Ergebnisse beträgt nur wenige Stunden.

Das neue Verfahren lässt sich überall dort einsetzen, wo die Bestimmung des w/z-Wertes wichtig ist, von der Qualitätssicherung bis zur Begutachtung von Bauschäden.

Dr. Stephan Gärtner
Forschungszentrum Karlsruhe GmbH
Stabsabteilung Marketing, Patente und Lizenzen
Hermann-von-Helmholtz-Platz 1
D-76344 Eggenstein-Leopoldshafen
info@map.fzk.de

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Technologieangebote

Zurück zur Startseite

Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar

Neueste Beiträge

Diabetes untersuchen mit Hautscanner und KI

Optoakustisches Bildgebungsverfahren RSOM zeigt Schwere der Erkrankung. Veränderungen von kleinen Blutgefäßen sind eine häufige Auswirkung von fortschreitendem Diabetes. Forschende der Technischen Universität München (TUM) und von Helmholtz Munich haben jetzt…

Mit dem ATLAS Detektor auf der Suche nach Axionen

Neueste Messungen liefern wertvolle Informationen zu neuartigen Teilchen, die das anomale magnetische Moment des Myons erklären könnten – experimentelles Neuland betreten. Die Forschungsgruppe von Prof. Dr. Matthias Schott vom Exzellenzcluster…

Krankmachende Proteine in den Abbau zwingen

Forschende entwickeln neuen Krebsprotein-Killer und entdecken dabei eine neue Ligase für PROTACs. Die meisten Krankheiten entstehen durch außer Kontrolle geratene Proteine. Bisher kann leider nur ein Bruchteil dieser Unruhestifter mit…

Partner & Förderer