Zukünftige Techologietrends im Bereich Photonik

Das Steinbeis-Europa-Zentrum führt derzeit im Bereich der optischen Technologien ein Technologieroadmapping für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch. Im Rahmen des EU-Projekts PhotonicRoadSME wurde ein Fragebogen an kleine und mittlere Unternehmen in Europa verschickt.

Dabei stellte sich heraus, dass für die Mehrzahl der befragten Unternehmen das Preis-Leistungsverhältnis für die Anwendung optischer Technologien nicht ausreicht, um Kosten zu senken. Viele Unternehmen bemängeln ein fehlendes Marktvolumen oder eine mögliche fehlende Marktakzeptanz. Allerdings sieht rund die Hälfte der Unternehmen in den optischen Technologien ein attraktives Forschungsfeld für die Zukunft.

Mit dem EU-Projekt PhotonicRoadSME führt das Steinbeis-Europa-Zentrum in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern in Europa ein Technologieroadmapping im Bereich optische Technologien für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch. Zu diesem Zweck wurde ein Fragebogen an 2000 kleine und mittlere Unternehmen in Europa verschickt, mit dem Ziel, die speziellen Bedürfnisse von Unternehmen zu identifizieren. Dabei spielen sowohl technologische Hindernisse als auch marktbezogene Barrieren für nanophotonische Materialien, optische Komponenten sowie deren Herstellungstechnologien eine Rolle. Rund 150 Fragebogen wurden beantwortet.

Die befragten Unternehmen stammen aus verschiedenen industriellen Sektoren:

– 23 % der Unternehmen sind aktiv im Bereich ?IKT (Informations- und Kommunikationstechnologien)?
– 30,5 % der Unternehmen sind aktiv im Bereich ?Umwelttechnologien?
– 18,5 % der Unternehmen sind aktiv im Bereich ?Gesundheits- und Medizintechnologien?

– 28 % der Unternehmen sind aktiv im Bereich ?Sicherheitstechnologien?

Bezüglich des FuE Profils der befragten Unternehmen ergab sich folgendes Bild:

– 50 % der Unternehmen investieren mehr als 10 % ihres Jahresumsatzes in FuE Aktivitäten.
– In über 50 % der Unternehmen sind mehr als 20 % der Beschäftigten im Bereich FuE tätig.

– Somit können mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen als sogenannte ?High-Tech-Firmen? angesehen werden

Bezüglich der Wertschöpfungskette ergab sich folgendes Bild:
Der Großteil der Firmen entwickelt oder produziert optische Komponenten.
Bei den Anwendern liegt eine ausgewogene Balance zwischen Materialien, Komponenten und Herstellungstechnologien vor.

Als Barrieren nannten die Unternehmen folgende Punkte (Mehrfachnennungen waren möglich):

– Für 62 % der befragten Unternehmen ist das Preis-Leistungsverhältnis nicht ausreichend, um Kosten zu senken.
– Für 39 % der befragten Unternehmen ist ein fehlendes Marktvolumen oder mögliche fehlende Marktakzeptanz eine Barriere.
– 31 % der befragten Unternehmen beurteilen die Herstellung eines Prototypen als schwierig.
– 24 % der befragten Unternehmen schätzen die Herstellungskosten allgemein zu hoch ein.

– 24 % der befragten Unternehmen fehlt qualifiziertes Personal.

Eine Motivation für zukünftige FuE-Aktivitäten im Bereich optische Technologien begründen die Unternehmen wie folgt: (Mehrfachnennungen waren möglich):

* Für 49 % der befragten Unternehmen sind zukünftig denkbare Applikationen und Produkte ein Hauptbeweggrund.
– 45 % der Unternehmen sehen in der Marktattraktivität der optischen Technologien einen wichtigen Anreiz.
– 43 % der befragten Unternehmen sehen die Kosten für Materialien/ Komponenten/ Herstellungstechnologien als wichtigen Faktor.
– Für 36 % der befragten Unternehmen ist die Zeit zum Markteintritt ausschlaggebend.

– 30 % der befragten Unternehmen erachten das Marktpotential neuer Produkte/Technologien als relevant.

Begleitend führen die Projektpartner Stärken-Schwächenanalysen in ausgewählten Unternehmen durch. Alle Daten bilden die Grundlage für das Roadmapping mit dem Ziel, zukünftige Technologietrends aufzuzeigen. Gemeinsam mit den Unternehmen werden schließlich Produktentwicklungsstrategien formuliert, die die Wettbewerbsfähigkeit dieser KMU global stärken sollen.

Die genauen statistischen Ergebnisse (in englischer Sprache) sind beim SEZ erhältlich.

Kontakt:
Dr. rer. nat. Goran Markovic, Tel. 0721 935 1911
Email: markovic@steinbeis-europa.de

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Anette Mack Steinbeis-Europa-Zentrum

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